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Goncharenko Georgij Iwanowitsch

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Der zwanzigste Jahrhundert hat die Welt grundlegend verändert, und jetzt erweisen sich selbst die unglaublichsten Geschichten der Vergangenheit oft als wahr. Das Schicksal des russischen Generals, Dichters und Exilanten Georgij Iwanowitsch Goncharenko ist ein leuchtendes Beispiel für solche erstaunlichen Metamorphosen. Dieser herausragende Mensch lebte 63 Jahre, die voller Ereignisse waren, die für mehrere Leben ausgereicht hätten.

Georgij Iwanowitsch wurde in Warschau geboren und erhielt eine ausgezeichnete militärische Ausbildung. Nach dem Abschluss der renommierten Nikolaus-Kavallerieschule trat er in die Reihen der russischen Garde ein. Seine militärische Karriere verlief erfolgreich, und zu Beginn des Ersten Weltkriegs war er bereits Oberst. Als Kommandeur des 19. Archangelsker Regiments kämpfte Goncharenko an der Front und wurde mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Georgsorden. Den Krieg beendete er im Rang eines Generalmajors und als Stabschef des Gardekavalleriekorps. Nachdem er sich geweigert hatte, für die Bolschewiki zu dienen, zog er nach Kiew.

Einige Monate war General Goncharenko Assistent des Hetman Skoropadsky. Nach dem Machtwechsel durch Petljura wurde er verhaftet, konnte jedoch später zu Denikin fliehen. Im Februar 1920, mit Genehmigung des Oberbefehlshabers, zog er nach Wladiwostok, wo er sich der Weißen Bewegung anschloss und Russland erst 1922 verließ.

Laut einigen Quellen war es Georgij Iwanowitsch, der den legendären Romanze "Leutnant Golizyn" schrieb und persönlich Leutnant Golizyn und Kornett Obolensky kannte. Goncharenko war tatsächlich ein talentierter Dichter, der 17 Bücher mit Gedichten und Erzählungen veröffentlichte, von denen 16 nach der Revolution unter dem Pseudonym Jurij Galich erschienen. Im Exil lebte er in Riga, wurde jedoch nach dem Kommen der sowjetischen Macht mehrmals zu Verhören geladen. Da er nicht mit dem NKWD zusammenarbeiten wollte, nahm er sich am 12. Dezember 1940 das Leben.

Georgij Iwanowitsch wurde auf dem Rigaer Friedhof beigesetzt. Er erfuhr nie von seiner Enkelin, die 1933 bei seiner Tochter Natalia geboren wurde, und seine Frau starb bereits 1919. So war das facettenreiche Schicksal dieses talentierten Menschen und wahren Patrioten Russlands.

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