Am 16. März 1892 brach im Dorf Pochuevo in der Provinz Kaluga ein Feuer aus, das viele Gebäude zerstörte. Der bedeutendste Schaden war jedoch der Verlust des Forschungslabors von Pavel Mikhailovich Golubitsky, einem Erfinder, der eine Schlüsselrolle bei der Telefonisierung des Eisenbahnverkehrs im Land spielte. Durch das Feuer gingen wichtige wissenschaftliche Entwicklungen und Zeichnungen verloren, was die Entwicklung der Telefonkommunikation im Staat vorübergehend verlangsamte.
In der Russischen Empire war die Firma Bella für die Einführung von Telefonen zuständig, wurde jedoch oft wegen der begrenzten Reichweite des Signals, die 10 Kilometer nicht überschritt, kritisiert. Gleichzeitig entwickelte Pavel Golubitsky, Absolvent der physikalisch-mathematischen Fakultät der Moskauer Universität, ein Mehrpoltelefon. Er stellte fest, dass die Qualität der Verbindung durch das Magnetfeld, das auf das Zentrum der Telefonmembran einwirkt, beeinträchtigt wird.
Golubitsky verbesserte das Mikrofon erheblich, indem er zwei stromleitende Platten hinzufügte, die durch Kohlenstaub getrennt waren, was es ermöglichte, die Einschränkungen der Signalübertragungsdistanz zu überwinden. Er verbesserte auch das Telefon selbst, indem er Mikrofon, Ohrhörer und Telefon in einem einzigen Gerät vereinte, das bis heute in Festnetztelefonen verwendet wird.
Die Hauptleistung von Golubitsky war die Telefonisierung des Eisenbahnverkehrs, die es ermöglichte, direkt aus dem Wagen zu Bahnhöfen und Stationen zu telefonieren. Das Funktionsprinzip war einfach: Ein Leiter vom Gerät im Wagen wurde mit der Erde verbunden, und der andere wurde mit dem Telegraphen draht verbunden, um so eine Verbindung herzustellen. Diese Lösung erwies sich als wirtschaftlich vorteilhaft, und das Telefon von Golubitsky diente lange Zeit als Hauptmittel der operativen Kommunikation auf den Eisenbahnen. Die Verbreitung dieser Technologie im ganzen Land war jedoch aufgrund des starken Einflusses der Firma Bella am kaiserlichen Hof begrenzt.
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