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Golizyn Wladimir Michailowitsch

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Der Fürstenhaus Golizyn hat Russland viele herausragende Staatsmänner, bekannte Feldherren, kreative Persönlichkeiten und Wissenschaftler geschenkt. Doch nach 1917 wurden sie für den neuen Staat, der anstelle des Russischen Reiches entstand, überflüssig. Mit verzweifeltem Mut entschieden sich einige Golizyn, in ihrer Heimat zu bleiben, wo sie als Fremde betrachtet und "Ehemalige" genannt wurden.

Wladimir Michailowitsch Golizyn, geboren 1901, zeigte schon in seiner Kindheit kreative Fähigkeiten. Doch nach dem Kommen der sowjetischen Macht gehörte er zu den "unzuverlässigen". Trotz alledem fand der junge Fürst Arbeit in Plakatwerkstätten, wo er offiziell als Künstler tätig sein konnte. Später wechselte er in die Werkstatt von Konchalovsky und entwickelte weiterhin sein Talent. Wladimir Michailowitsch war so vielseitig, dass er neben der Kreativität auch im Schiffbau tätig war und im Museum arbeitete.

Er konnte sich ein Leben ohne seine Heimat nicht vorstellen, daher kehrte er nach dem ersten Platz auf der Pariser Ausstellung für die Bemalung von Erzeugnissen zurück. Golizyn war sich der Gefahr bewusst, in der UdSSR zu bleiben, konnte jedoch nicht anders handeln. Nach seiner Rückkehr wurde er fast sofort verhaftet, aber bald wieder freigelassen. Es folgten zwei weitere Verhaftungen und ein Wohnverbot in Moskau. Trotz der sich verdichtenden Wolken über ihm glaubte er weiterhin an das Beste und schrieb für verschiedene Zeitungen. Er erfand viele Kinderspiele und beschäftigte sich nicht mit Politik, doch das stalinistische Regime forderte neue Opfer. 1941 wurde den 40-jährigen Golizyn verhaftet. Er wurde zu fünf Jahren Haft verurteilt und in seinem Antrag, an die Front geschickt zu werden, abgelehnt. Unter unmenschlichen Bedingungen starb er 1943. Das Schicksal dieses talentierten Vertreters des berühmten Geschlechts war tragisch. Unter anderen Umständen hätte er mehr erreichen können, doch die Repressionen verschlangen auch ihn.

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