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Golizyn Sergej Michailowitsch

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Im Jahr 1917 gab es grundlegende Veränderungen: die alten Ordnungen und Titel wurden abgeschafft, und die Vertreter der alten russischen Elite wurden als "ehemalig" bezeichnet. Ihr Schicksal war schwierig, sie verloren sogar die wenigen Rechte, die andere Bürger der UdSSR hatten. Doch trotz der Schwierigkeiten lernten die Menschen, zu überleben und ihre Talente zu entwickeln. Einer dieser "Ehemaligen" war Sergej Michailowitsch Golizyn, der Enkel des Moskauer Gouverneurs Fürst Wassili Michailowitsch Golizyn. Er wurde ein bekannter sowjetischer Schriftsteller, Teilnehmer des Zweiten Weltkriegs und Militärbauer.

Sergej Michailowitsch wurde am 27. März 1909 geboren. Sein Vater war Fürst Michail Wladimirowitsch Golizyn, und seine Mutter, Anna Sergejewna, geborene Gräfin Lopuchina. In seiner Kindheit war er von elterlicher Liebe umgeben, doch dies endete zu früh. Im Februar 1917 wurde der junge Fürst Zeuge von Pogromen gegen adlige und kaufmännische Häuser und begann, um sein Leben zu fürchten, obwohl er das Geschehen noch nicht ganz verstand. Mit dem Kommen der sowjetischen Macht verschlechterte sich seine Lage, und er geriet in die Gruppe der potenziellen "Feinde des Volkes". Zuerst wurde sein Großvater, der ehemalige Moskauer Gouverneur Wassili Michailowitsch Golizyn, verhaftet, dann kamen sie für seinen Vater, Bruder und andere Verwandte, von denen viele im Gefängnis starben.

Sergej Michailowitsch entkam auf wundersame Weise den Repressionen und widmete sich nach der Schule der literarischen Ausbildung. Er zeigte sich als talentierter Schriftsteller und guter Familienvater. Ohne Titel veröffentlichte er in verschiedenen Zeitschriften, und mit Beginn des Krieges ging er an die Front. Nach seiner Rückkehr ins zivile Leben arbeitete er als Ingenieur für Geodäsie und schrieb viel. Golizyn wurde in den Schriftstellerverband aufgenommen und wurde offiziell Schriftsteller. Seine Erzählungen waren bei Kindern und Erwachsenen beliebt. Er lebte 80 Jahre und starb am 7. November 1989 an einem Herzinfarkt. Das Andenken an Sergej Michailowitsch Golizyn ist im Namen einer Bibliothek in der Stadt Kowel und in seinen zahlreichen Werken verewigt.

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