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Hauptmarkthaus in Nischni Nowgorod

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Die Nischni Nowgoroder Messe ist ein historisches Viertel, in dem einst die größte Messe des Russischen Kaiserreichs stattfand. Heute befindet sich hier das zentrale Ausstellungshaus von Nischni Nowgorod. Im Hauptmarkthaus findet die Ausstellung "Russland, meine Geschichte" statt, und es liegt im Stadtteil jenseits des Flusses.

Der architektonische Komplex wurde von Karl Treiman, Alexander von Hohen und Alexei Trambitsky entworfen. Der Grundstein für das Hauptmarkthaus wurde am 22. Juni 1889 gelegt, und am 15. Juli 1890, am Eröffnungstag der Messe, wurde das Gebäude feierlich eingeweiht.

Der Bau kostete die russischen Kaufleute 500.000 Rubel, und das Hauptgebäude wurde zu einem der größten Passagen in Russland. Im Erdgeschoss befanden sich 70 Geschäfte, während im zweiten Stock Büros und der Ausschuss der Messe, eine Filiale der Staatsbank, Post, Telegraph und ein Restaurant untergebracht waren. In der zentralen Halle des zweiten Stocks befand sich ein prächtiger Saal für öffentliche Versammlungen, bekannt als der Wappensaal, dank der Dekoration mit Wappen der Gouvernements des Russischen Kaiserreichs.

Das Hauptmarkthaus war mit modernster Technik ausgestattet: Es gab 500 elektrische Lampen und 15 Laternen sowie Telefon, Wasserleitung und Abwasser. Der Platz vor dem Gebäude war gepflastert, in der Mitte stand ein großer gusseiserner Brunnen, der 1869 aufgestellt wurde. Daneben wurde ein elektrisches Umspannwerk gebaut, das die gesamte Messe mit Energie versorgte.

Das Hauptgebäude wurde zum Stolz der russischen Kaufleute, die von diesem Moment an die gesamte Nischni Nowgoroder Messe besaßen.

In seiner Eröffnungsrede betonte der Messeleiter N.M. Baranov: "In diesem Haus ist alles russisch: die Arbeit und die Materialien, russische Bauarbeiter wie Shipov, Bugrov, Bashkirov, Kurbatov und andere, das Projekt russischer talentierter Architekten, die Ausführenden, russische Menschen."

Die Revolution machte vor der Nischni Nowgoroder Messe nicht halt. Sie lebte kurz während der NEP-Zeit auf, wurde aber 1930 als "sozial feindliches Phänomen" aufgelöst. Die Messehallen wurden als Wohnheime und verschiedene Büros genutzt. Der Ort, der über ein Jahrhundert lang Reichtum und Erfolg symbolisierte, verwandelte sich in städtische Slums. Die Situation änderte sich in den 1970er Jahren, als mit der Rekonstruktion des Viertels begonnen wurde. Die maroden Gebäude wurden abgerissen, und an ihrer Stelle entstanden neue Häuser. Im Hauptgebäude eröffnete ein Geschäft namens "Kinderspielwelt".

Geo-Punkt

Главный ярмарочный дом в Нижнем Новгороде

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