Das Hauptgebäude der Residenz in Zamoskvorechye zieht nicht viel Aufmerksamkeit auf sich: das Gebäude ist bescheiden und einfach. Es handelt sich jedoch nicht um ein originales Bauwerk aus dem 19. Jahrhundert. Das historische Haus wurde nach der Umsiedlung in den 1970er Jahren abgerissen und dann in den ursprünglichen Größen und Proportionen mit Erhaltung aller historischen Elemente wieder aufgebaut. So sehen wir eine exakte Kopie des Hauses aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, jedoch mit modernen Konstruktionen. Das älteste Gebäude auf dem Gelände der Residenz ist der Flügel, dessen erster Stock des rechten Flügels aus der Zeit vor dem Brand stammt. Das gesamte Ensemble hat seine räumlich-planerische Struktur bewahrt, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden ist.
Die Fassade des Hauptgebäudes ist vertikal durch Lisenen gegliedert. Die Fensteröffnungen des zweiten Stocks sind mit Fensterbänken verziert, während die des ersten Stocks mit stilisierten Schlusssteinen. Das Gebäude wird durch einen Gesims unterbrochen, das es abschließt. Die Innenhof- und Giebelfassaden haben keine ausgeprägte architektonische Gestaltung. Der Name des Architekten des Bauwerks ist unbekannt.
Erstmals ist die Bebauung des Grundstücks auf dem Plan des Grafen D.N. Sheremetyev aus dem Jahr 1834 verzeichnet. Im Jahr 1837 beschloss der Graf, das Ensemble erheblich umzubauen. Er stellte einen Antrag auf den Bau von zwei neuen Gebäuden, das Durchbrechen von Fenstern im ersten Stock des Hauptgebäudes und die Gestaltung seiner Fassade sowie auf eine Rekonstruktion: „ein steinernes zweigeschossiges, verbranntes Gebäude, in dem er bittet, das obere Geschoss abzureißen und das untere für Wohnzwecke auszubauen und einen Graben mit einer Abdeckung aus Schindeln zum Garten zu machen, mit dem Bau einer steinernen Brandmauer“. Daraus kann geschlossen werden, dass das Hauptgebäude wahrscheinlich vor dem Brand war, im Feuer beschädigt wurde und bis in die 1830er Jahre verbrannt blieb.
Nach dem Umbau im Jahr 1840 ging die Residenz in den Besitz des Moskauer Kaufmanns M.A. Muravyov über. Im Jahr 1916 wurde der Eigentümer des Grundstücks die Aktiengesellschaft „Maikopar“, die in den Gebäuden eine Tabakfabrik und Wohnraum für Arbeiter einrichtete. In der Sowjetzeit wurden alle Gebäude der Residenz als Wohnräume genutzt.
Im Jahr 2019 wurde dieser Stadtresidenz, einschließlich des Hauptgebäudes, der Status eines Objekts des kulturellen Erbes regionaler Bedeutung verliehen. Dies ist äußerst wichtig, da das Gebiet und das Ensemble nun vor Umbauten und Verzerrungen geschützt sind. Die Stadtresidenz prägt weiterhin das historische Erscheinungsbild der Bachrushin-Straße.
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