Der genuesische Turm des Heiligen Thomas, eine der ältesten Sehenswürdigkeiten der Krim, wurde 1384 erbaut. Diese Verteidigungsanlage schützte die Stadt vor Angriffen von der heute als Zarskij bekannten Erhebung. Die massiven Wände des Turms hielten wiederholt den Angriffen der Feinde stand, wurden restauriert und umgebaut, was ihre Verteidigungsfähigkeiten verstärkte und ihre Lebensdauer verlängerte. Ein Jahrhundert nach dem Bau wurde der Turm dreigeschossig, und seine Wände wurden mit Zinnen geschmückt, die als Deckung für die Bogenschützen der Garnison dienten. Während der Belagerungen trafen die Pfeile die Feinde, während die genuesischen Soldaten nahezu unverwundbar blieben.
Fast zwei Jahrhunderte lang widerstand der Turm erfolgreich den osmanischen Eroberern, doch im 15. Jahrhundert eroberte die türkische Armee die Krim. Danach verlor der Turm seine defensive Bedeutung und zerfiel allmählich in den folgenden Jahrhunderten. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war sein Zustand kritisch, und die Wände waren stark eingestürzt, was das vollständige Verschwinden des Denkmals bedrohte. Um den Turm zu retten, wandte sich der aus Feodosia stammende Ivan Konstantinovich Aivazovsky um staatliche Unterstützung und erhielt diese. Der Turm erhielt den Schutzstatus, Restaurierungsarbeiten begannen, aber die Ereignisse von 1917 ließen ihn erneut unbeachtet. Erst in unserer Zeit erkannte man den kulturellen Wert dieser Verteidigungsanlage, von der nur die reiche Geschichte und ein Teil des halbrunden Bastions erhalten geblieben sind.
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