Serge Gainsbourg, dessen richtiger Name Lucien Ginsburg war, wurde am 2. April 1928 in Paris geboren und starb dort am 2. März 1991. Er war ein bekannter französischer Dichter, Komponist, Sänger sowie Film- und Regisseur und Drehbuchautor. Gainsbourg gilt als eine der Schlüsselfiguren der weltweiten Popmusik, und in Frankreich hat sein Werk legendären Status erlangt, was ihn zu einem der respektiertesten Musiker machte.
Er war der Sohn jüdischer Emigranten aus Feodosia, die nach der Oktoberrevolution nach Frankreich gezogen waren. Ursprünglich träumte Gainsbourg davon, Künstler zu werden, erlangte jedoch Ruhm als Autor, Komponist und Interpret in verschiedenen Musikgenres sowie im Film und in der Literatur. Seine Bühnenkarriere begann schwierig aufgrund seines speziellen Aussehens. In seinem Leben drehte er zahlreiche Filme und komponierte über 40 Soundtracks für verschiedene Filme.
Im Laufe der Jahre schuf Gainsbourg sich das Image eines verfluchten Dichters und Provokateurs, strebte jedoch nicht danach, ein Außenseiter zu werden. Er sagte: „Ich habe meinen Mantel umgedreht, als ich merkte, dass das Futter mit Nerz besetzt war.“ In seinen Liedern verwendete er oft Doppeldeutigkeiten und zeigte eine Neigung zu Provokationen, insbesondere polemischen oder erotischen. Er liebte es auch, literarische Anspielungen einzufügen, zum Beispiel auf Alphonse Allais oder Paul Verlaine. Obwohl Gainsbourg das Lied als eine untergeordnete Kunstform im Vergleich zur Malerei betrachtete, da es keine Einweihung zum Verständnis erfordert, widmete er manchmal viel Zeit der poetischen Form seiner Texte.
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