Der Feuerwehrdampfer „Löscher“ wurde 1903 auf der Werft in Sormowo, im Gebiet von Nischni Nowgorod, gebaut und zu Wasser gelassen. 1926 wurde er in der Sowjetunion in „Löscher“ umbenannt. Das Schiff erlebte zwei Kriege: den Bürgerkrieg und den Großen Vaterländischen Krieg.
Während des Bürgerkriegs nahm der Dampfer aktiv an den Kampfhandlungen teil, dank seiner Geschwindigkeit und Manövrierfähigkeit. Er begleitete Schiffe mit Waffen, führte Aufklärungsmissionen durch und transportierte Einheiten der Roten Armee. Die Besatzung des „Löschers“ zeichnete sich durch Mut und Geschlossenheit aus, was Bewunderung bei so bekannten Persönlichkeiten wie Gorki und Woroschilow hervorrief. Für den gezeigten Heldenmut wurde an Deck eine Kanone und Maschinengewehre installiert.
Die erste Heldentat des „Löschers“ vollbrachte er während des Großen Vaterländischen Krieges am 27. Juli 1942. Die Deutschen setzten Barken mit Öl in der Nähe des Dorfes Jerzowka in Brand, doch die Besatzung des Dampfers rettete sie unter Lebensgefahr und eskortierte sie 70 km von Zarizyn zum Schadrinski-See. Dieses Treibstoff wurde für die Schiffe der Wolga-Marine verwendet.
Während der Schlacht von Stalingrad evakuierte der Dampfer Zivilisten und Verwundete, löschte Brände an Land und auf anderen Schiffen und transportierte Waffen und Lebensmittel in die Stadt.
Eine weitere Heldentat wurde am 8. August 1942 vollbracht, als die Besatzung an der Brandbekämpfung am Bahnhof Sarepta teilnahm. Der Dampfer erlitt schwere Schäden mit etwa 3000 Lecks und sank. Doch im folgenden Jahr wurde er vom Grund gehoben und diente Wolgograd weitere 23 Jahre.
1966 wurde das Schiff außer Dienst gestellt und in der Wolga versenkt. Acht Jahre später, 1974, wurde es vom Grund gehoben, und ganz Wolgograd verfolgte dieses Ereignis. Der „Löscher“ wurde zu einem Denkmal, das auf dem Grund des Beckens errichtet wurde. Neben ihm erhebt sich ein 30 Meter hoher Obelisk, entworfen von dem Architekten Wadim Masljajew. Unten am Obelisken befindet sich ein Anker, und oben ein Stern.
Auf dem mit Balsamittafeln verkleideten Obelisken sind die Worte eingraviert: „Ehre den Flussfahrern und Feuerwehrleuten des Wolga-Beckens, den Helden des Bürgerkriegs, den Verteidigern des Roten Zarizyn“, „Das sowjetische Volk wird niemals die tapferen Söhne der Wolga vergessen, die sich in den Kämpfen um Stalingrad Ruhm erwarben.“
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