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Ganin Alexei Alexejewitsch

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Vor 95 Jahren, am 25. März 1925, wurde der talentierte russische Dichter und Prosaiker Alexei Ganin, der ein enger Freund von Sergej Jessenin war, aufgrund einer gefälschten Anklage erschossen. Er lebte nur 31 Jahre, hinterließ jedoch einen eindrucksvollen kreativen Fußabdruck, der leider bis heute nicht vollständig einem breiten Publikum zugänglich gemacht wurde.

Alexei Alexejewitsch Ganin wurde im Dorf Konshino (heute Oblast Wologda) geboren. Er erhielt seine Grundausbildung in einer ländlichen Schule und einem Gymnasium und schloss 1914 die Sanitätsschule ab. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs diente er im Nikolaevski Militärkrankenhaus, wo er 1916 den Soldaten des Zarskoselski Sanitätszuges Sergej Jessenin kennenlernte. Diese Bekanntschaft spielte eine wichtige Rolle im Leben beider.

Nach dem Machtantritt der Bolschewiki veröffentlichte Ganin im Almanach „Skythen“. Obwohl er den Bolschewiki skeptisch und sogar feindlich gegenüberstand, diente er aus ärztlicher Pflicht von 1918 bis 1920 in ihrem Krankenhaus. Nach seiner Demobilisierung zog er nach Moskau, wo er sich häufiger mit Jessenin traf, an literarischen Abenden teilnahm und seine Sammlungen lithografisch herausgab. 1925 erschien sein erstes Buch „Das Feld der Epen“.

Trotz seiner kreativen Tätigkeit zogen dunkle Wolken über Ganin auf. Er wurde zweimal verhaftet, aber wieder freigelassen. Am 1. November 1924 wurde er aufgrund eines gefälschten Falls „Orden der russischen Faschisten“, die angeblich versuchten, die Bolschewiki zu stürzen, verhaftet. In diesem Fall wurden 14 Personen, hauptsächlich Dichter und Literaten, verhaftet. Heute ist es schwer zu sagen, ob es eine Verschwörung gab, aber man kann sicher sein, dass sie das Wohl ihrer Heimat im Sinn hatten.

Alle Verhafteten wurden grausamen Folterungen unterzogen, zwei verloren den Verstand, und Ganin wurde so gequält, dass er für unzurechnungsfähig erklärt wurde. Dennoch hinderte dies Wyschinski nicht daran, ihn und fünf weitere Personen zum Tode zu verurteilen, zwei erhielten jeweils 10 Jahre Freiheitsentzug, das Schicksal der übrigen ist unbekannt.

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