Für seine mutigen Überfälle, verzweifelten Angriffe und meisterhafte Steuerung des Flugzeugs nannten die Deutschen diesen Piloten den Luftkosaken von Verdun. Es geht um den russischen Flieger Viktor Georgijewitsch Fjodorow. Während des Ersten Weltkriegs kämpfte er in Frankreich und wurde zu einem der besten Asse. Der Sohn einer sibirischen Kosakin verließ seine Heimat aufgrund von Verfolgungen: Er war aktiv am revolutionären Untergrund beteiligt. 1915 trat Fjodorow in die Fremdenlegion ein und diente zunächst in der Infanterie, bevor er zur Luftfahrt wechselte.
Der Himmel wurde zu seinem Element! Er bewies sich in einer der blutigsten Schlachten des Ersten Weltkriegs bei Verdun. Fast täglich fliegend, schoss Viktor Georgijewitsch in zwei Wochen acht feindliche Flugzeuge ab. Sein Stil der scharfen Manöver wurde zu seinem Markenzeichen, und die Deutschen erkannten das Flugzeug des russischen Helden leicht in der Luft. Bald gelang es dem Gegner, seine Identität festzustellen. Für Fjodorows Kopf wurde eine hohe Belohnung ausgesetzt, aber alle Versuche, den Flieger zu fangen, endeten erfolglos.
Besonders dramatisch wurde der Kampf am 14. März 1916, als dem russischen Jagdflugzeug gleich vier deutsche Flugzeuge gegenüberstanden. In einem erbitterten Schusswechsel gelang es, drei von ihnen zurückzudrängen und das vierte abzuschießen. Seinen letzten Kampf führte Fjodorow im November 1918, als er einen Angriff von Bombern abwehrte. In dieser brutalen Schlacht schoss er mehrere feindliche Maschinen ab, wurde jedoch selbst schwer am Bein verletzt und entkam nur knapp dem Absturz.
Er verbrachte lange Zeit im Krankenhaus, hatte Schwierigkeiten sich zu bewegen und starb im Alter von 36 Jahren. Auf seinem Konto standen 11 abgeschossene feindliche Flugzeuge in Einzelkämpfen und etwa 20 in Gruppen. Darüber hinaus wurde der russische Flieger mit allen höchsten militärischen Auszeichnungen Frankreichs geehrt. Doch in seiner Heimat, bereits unter sowjetischer Herrschaft, versuchten seine Verwandten, dies nicht zu erwähnen.
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