"Freund der Kinder" und Großmeister.
In Moskau auf dem Dewitschi-Feld wurde ein Denkmal für Dr. Nils Fjodorowitsch Filatow mit der Inschrift "Freund der Kinder" errichtet. Diese Inschrift ist originell und absolut wahr!
Der zukünftige Professor der Medizin wurde in eine Familie eines pensionierten Rittmeisters und einer Hausfrau geboren. Nach dem Abschluss des Gymnasiums trat Filatow in die medizinische Fakultät der Moskauer Universität ein. Nach dem Studium arbeitete Nils Fjodorowitsch einige Zeit als Landarzt in Saransk. Dort erlangte er beträchtliche Bekanntheit und hätte seine Karriere als provinzielles medizinisches Licht fortsetzen können. Doch er entschied sich, die Prüfungen zum Doktor der Medizin abzulegen und setzte sein Studium in Deutschland fort.
Ab 1875 arbeitete Filatow im Moskauer Kinderkrankenhaus in der Bronnoj-Straße. In dieser Zeit veröffentlichte er über 30 wissenschaftliche Arbeiten zur Kinderheilkunde und übernahm 1891 die Leitung der Klinik auf dem Dewitschi-Feld.
Über die Selbstlosigkeit Filatows gingen Legenden. Einmal wurde er zu einem kranken Kind aus einer armen Familie gerufen. Es stellte sich heraus, dass das Kind neben der Behandlung auch eine gute Ernährung benötigte, aber die Familie hatte nicht die Mittel. Da kaufte Filatow jeden Tag vor der Arbeit auf dem Markt ein Huhn und brachte es dem kranken Kind.
Doch das ist noch nicht alles. Einmal lernte der Professor in der Familie Prochorow einen 13-jährigen Gymnasiasten namens Aljoscha kennen, der sich leidenschaftlich für Schach interessierte, und spielte oft mit ihm. Doch er konnte seinen jungen Gegner nie besiegen. Der Grund ist einfach: Der Nachname des jungen Schachspielers war Aljohin, und er wurde später Schachweltmeister.
Der Doktor verstarb 1902, und sein Name wurde später mehreren Kinderkliniken in verschiedenen Städten zugeordnet. So war der Hauptpediater des Russischen Kaiserreichs.
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