Das Museum von Alexander Grin in Feodosia befindet sich in der Galerienstraße in dem Haus, in dem der Schriftsteller von 1924 bis 1929 lebte und arbeitete. Seit Mitte der 1970er Jahre gibt es hier ein literarisch-memorales Museum, das ursprünglich vom Feodosia Heimatmuseum betreut wurde. Das Projekt des Museums wurde vom Künstler und Architekten S. G. Brodsky entworfen. Das Gebäude ist leicht an dem großen romantischen Reliefpanorama "Brigantine" zu erkennen, das seine Fassade schmückt.
Die ständige Ausstellung umfasst das rekonstruierte Arbeitszimmer des Schriftstellers mit dem Fokus auf Alltagsdetails sowie Räume, die im Stil der romantischen Welt Grins gestaltet sind: "Der an Bord des Fregatts", "Die Klipperkammer", "Die Kajüte der Reisen" und andere. Im großen Saal wird die Ausstellung "Grin und die Gegenwart" präsentiert. Das Museum veranstaltet auch temporäre thematische Ausstellungen und Treffen mit Musikern, Dichtern und Künstlern.
Das Bild des Museums erinnert an ein altes Segelschiff, und seine Atmosphäre ist durchdrungen von der Kreativität des Schriftstellers und der Romantik maritimer Reisen, die Erinnerungen an Kindheitsträume weckt. Das Grin-Museum in Feodosia unterscheidet sich von gewöhnlichen akademischen Museen dadurch, dass es sich nicht auf die Biografie des Schriftstellers konzentriert, sondern auf die Welt seiner Werke und Charaktere. Die Ausstellung ist durchdrungen vom Geist romantischer Kreativität.
Das kleine einstöckige Gebäude, das einst Grins Zuhause war, ist bis auf den Gedenkraum als symbolisches Segelschiff gestaltet. Die weißen Wände sind mit dunklem Holz verkleidet und mit maritimen Knoten aus Sisal-Seil dekoriert. Die Räume erinnern an Laderäume und Kajüten, mit Namen wie "Grinland", "Der Laderaum des Fregatts", "Die Kajüte der Reisen", "Die Klipperkammer", "Die Rostral-Kammer" und "Die Kajüte des Kapitäns".
Die Ausstellung umfasst nicht nur Fotografien und Manuskripte, sondern auch Modelle von Segelschiffen, alte nautische Instrumente, Karten und Leuchtfeuer. Am Eingang werden die Besucher von einer "Windrose" und einem Wandgemälde der fantastischen Welt Grinland, die vom Schriftsteller erschaffen wurde, empfangen.
Der Raum "Der Laderaum des Fregatts" ist der maritimen Romantik gewidmet, dem Hauptthema von Grins Schaffen. Die Wände sind mit Wanten aus Sisal-Seil bedeckt, und die Beleuchtung wird durch Schiffslichter erzeugt. "Die Kajüte der Reisen" widmet sich Grins Kindheit und Jugend und verbindet Dokumentation mit romantischer Erhabenheit. Hier kann man ein Modell des Klippers sehen, des ersten Segelschiffs in den Werken des Schriftstellers.
In der "Klipperkammer" ist die Decke mit einem Schiffsdeckel geschmückt, und die Fenster haben gitterartige Fensterläden und geschnitzte Tierkreiszeichen. "Die Rostral-Kammer" ist nach dem Rostra, dem Bug des Schiffs, benannt und vermittelt den Eindruck, dass das Schiff in den Raum einfährt. Hier befindet sich ein Modell eines Schiffs mit scharlachroten Segeln, das die Aufmerksamkeit vieler Besucher auf sich zieht.
Dieser Raum rekreiert die Atmosphäre einer Kapitänskajüte mit antiken Stühlen, einem Tisch, der mit Intarsien verziert ist, und anderen maritimen Attributen. Hier wurde der Roman "Die Wellenläuferin" geschrieben, in dem das Thema Meer besonders stark zur Geltung kommt, dank Grins Umzug nach Feodosia.
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