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Eugeni Sergejewitsch Botkin

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Doktor Eugeni Sergejewitsch Botkin schrieb einmal an seine Angehörigen, wie tief ihn die Güte der Zarenfamilie berührt hatte, die ihn zu ihrem treuen Diener für sein ganzes Leben machte. Diese Worte waren nicht leer: Er bewies seine Liebe und Treue durch Taten und den Tod, indem er das Schicksal mit dem Zaren teilte. Am 9. Juni 2020 jährt sich der 155. Geburtstag dieses treuen Sohnes der Heimat.

Eugeni Botkin wurde am 9. Juni 1865 in Zarskoje Selo geboren und war das vierte Kind in einer Familie, die für ihre Religiosität und Wohltätigkeit bekannt war. Die Eltern vermittelten ihm von klein auf christliche Werte, die er sein ganzes Leben lang bewahrte.

Im Jahr 1878, dank einer ausgezeichneten häuslichen Bildung, trat Eugeni direkt in die 5. Klasse des 2. Sankt Petersburger Klassischen Gymnasiums ein. Schon damals zeigten sich seine Fähigkeiten in den Naturwissenschaften. Mit jedem Jahr wuchs sein Interesse an der Medizin, und 1883 trat er in die Vorbereitungskurse der Kaiserlichen Militärmedizinischen Akademie ein. Später begann er, an dieser Institution zu unterrichten und lehrte die Studenten nicht nur das Heilen, sondern auch den freundlichen Umgang mit Patienten.

Als der Russisch-Japanische Krieg begann, ging Eugeni Sergejewitsch freiwillig an die Front, wo er an vorderster Front arbeitete. Er erinnerte sich, dass er keine Angst um sich selbst hatte, da er die Kraft seines Glaubens spürte, und war sich sicher, dass er nicht sterben würde, wenn es nicht der Wille Gottes war. Für seinen Dienst wurde er mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, darunter Offizierskriegsorden des Heiligen Wladimir III. und II. Grades mit Schwertern, der Orden der Heiligen Anna II. Grades, der Orden des Heiligen Stanislaus III. Grades, der serbische Orden des Heiligen Sava II. Grades und der bulgarische Orden „Für bürgerliche Verdienste“. Im Jahr 1908 wurde Botkin Ehren-Leibarzt des Kaisers Nikolaus II. und seiner Familie.

Mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs im Jahr 1914 strebte Eugeni Sergejewitsch erneut an die Front...

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