Das Museumskulturzentrum lädt die Bewohner und Gäste von Nyagan ein, das Freilichtmuseum „Etarharikurt“ zu besuchen, was aus dem Chanten übersetzt „Azurblauer Strand“ bedeutet. Dies ist ein stilisiertes traditionelles Lager der Chanten, der indigenen Völker des Nordens.
Die Mitarbeiter des Museums werden eine Führung durch das Lager anbieten, über traditionelle Wohnstätten, deren Einrichtung, die chanten Küche, traditionelle Gerichte und die Aktivitäten der nordischen Völker berichten. Der Besuch von „Etarharikurt“ ermöglicht es nicht nur, die Kultur der Chanten besser kennenzulernen, sondern auch die Natur zu genießen, da das Lager im Wald am Ufer eines Flusses, fernab vom Stadtlärm und Straßen, liegt.
Das Lager „Etarharikurt“ wurde 2013 eröffnet. Der ethnografische Komplex umfasst ein winterliches Erdhäuschen, eine Jurte, wirtschaftliche und heilige Lagerhäuser und vieles mehr. Heute ist dieser Ort eine der Sehenswürdigkeiten von Nyagan, ein beliebter Erholungsort für die Stadtbewohner und der Hauptort für traditionelle chanten Feiertage wie den Krähen-Tag und den Tag des Fischers.
Im Jahr 2019 starteten die Mitarbeiter des Museumskulturzentrums das Projekt für Familienerholung „Lebendige Ethnografie“. Dieses Projekt vermittelt nicht nur Einblicke in den Alltag und die Traditionen der mittleren Ob-Chanten, sondern ermöglicht auch ein vollständiges Eintauchen in ihre Kultur. Erwachsene können sich als Jäger und Fischer versuchen, mit dem Bogen schießen, sich in Geschicklichkeit und Stärke messen, während den Kindern in der Jurte chanten Legenden und Märchen erzählt werden und sie lernen, die traditionelle Stoffpuppe „Akan“ zu machen. Die chanten Mädchen in Nationalkostümen bringen die grundlegenden Bewegungen des traditionellen Tanzes bei. Das Projekt „Lebendige Ethnografie“ vereint Nyaganer verschiedener Nationalitäten, die mit Freude das Lager „Etarharikurt“ besuchen.
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