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Ksenia Alexandrowna Erdeli

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Die tragischen Ereignisse zu Beginn des 20. Jahrhunderts teilten nicht nur die Geschichte unseres Landes in zwei Teile, sondern trennten auch für immer viele Familien, die auf verschiedene Seiten des Eisernen Vorhangs der sowjetischen Diktatur verstreut wurden.

Viele Vertreter alter russischer Adelsgeschlechter wurden vernichtet, einige konnten emigrieren, während andere unter dem neuen Regime blieben. Nur wenigen gelang es, zu überleben und ein mehr oder weniger würdiges Leben zu führen. Eine dieser Personen war Ksenia Alexandrowna Erdeli, die es nicht nur schaffte zu überleben, sondern auch eine hohe Position im Bereich der sowjetischen Kunst einzunehmen.

Ksenia Alexandrowna stammte aus einem alten ungarischen Adelsgeschlecht, aus dem viele bedeutende Persönlichkeiten und talentierte Militärs hervorgingen, die Russland dienten. Unter ihnen war der Held des Ersten Weltkriegs, General der Kavallerie Ivan Georgijewitsch Erdeli, ein enger Verbündeter der Generäle Kornilow und Denikin.

Ksenia Alexandrowna wurde am 8. März 1878 geboren. Sie erhielt eine hervorragende Ausbildung am Smolny-Institut für adlige Mädchen und studierte anschließend Harfenspiel bei der bekannten Pädagogin Jekaterina Adolfowna Walter-Kühne. Schon damals wusste sie, dass das Harfenspiel für sie nicht nur ein Hobby, sondern der Sinn ihres Lebens werden würde.

Dank ihres Talents und Fleißes trat Ksenia Alexandrowna bereits mit 17 Jahren im Orchester der Italienischen Oper auf und solierte anschließend im Bolschoi-Theater. Neben Auftritten in mehreren Orchestern war sie aktiv in der Lehre tätig. Selbst nach der Revolution setzte sie ihre musikalische Karriere fort und wurde 1939 Professorin am Moskauer Konservatorium.

Leider betrafen die stalinistischen Repressionen auch ihre Familie: Im Frühjahr 1931 wurde ihr Mann Nikolai Nikolajewitsch Engelhardt zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt. Ein Jahr später gelang es dank der Verbindungen von Ksenia Alexandrowna, ihn aus dem Gulag zu befreien.

Ksenia Alexandrowna Erdeli lebte ein erfülltes musikalisches Leben, trat erfolgreich in verschiedenen Teilen der UdSSR auf und schrieb Memoiren. Sie starb am 27. Mai 1971 und wurde auf dem Nowodewitschi-Friedhof beigesetzt.

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