Das Eparchialhaus befindet sich im westlichen Teil des Kremls, neben dem Auferstehungsbogen. Auf der westlichen Seite grenzt es an die Kremlmauer, auf der östlichen an die Metropolitenräume.
Das Gebäude wurde zwischen Mai 1911 und 1912 anstelle eines früheren einstöckigen Steingebäudes errichtet, das vermutlich auf das Jahr 1671 datiert wird. Das alte Gebäude wurde abgerissen, und an seiner Stelle entstand ein dreigeschossiges Bauwerk. Das Projekt wurde von dem Akademiker der Architektur Preobraschenski entworfen, und die Bauleitung hatte der Architekt N.K. Ragulin. Der Auftraggeber war der Nowgoroder Erzbischof Arsenij.
Das Haus war für die geistliche Konsistenz, das Archiv, das Buchlager der Sophienkathedrale, das eparchiale Antiquitätenlager sowie für die Unterbringung von Geistlichen auf Reisen vorgesehen. Im Gebäude gab es einen großen Saal für religiös-moralische Lesungen, der für zweitausend Personen ausgelegt war. Nach der Oktoberrevolution wurde hier ein Theater untergebracht, und es fanden verschiedene Konferenzen und feierliche Sitzungen statt.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebäude stark beschädigt. Die deutschen Besatzer richteten im Theater einen Stall ein und schlugen große Tore in die Wände. Die Restaurierungsarbeiten fanden 1945-1947 unter der Leitung des Direktors der Nowgoroder Restaurierungswerkstatt S.N. Dawydow statt. Das Gebäude ist im Stil des Pseudoklassizismus gestaltet. Obwohl das Denkmal keinen großen wissenschaftlichen, historischen oder künstlerischen Wert hat, hat es eine wichtige städtebauliche Bedeutung als eines der hohen Bauwerke des Kremls und eines der Gebäude, die den Haupteingang flankieren. Allerdings verzerrt der Anbau über dem dritten Stock sein Erscheinungsbild und die allgemeine Silhouette des Kremls.
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