Zum Zeitpunkt der Februarrevolution 1917 besaß die Dynastie der Romanows zahlreiche Paläste, von denen die meisten in den folgenden Jahren zerstört oder verfallen waren. Der Palast der Großherzogin Olga Alexandrowna stellte jedoch eine erfreuliche Ausnahme dar: Er bewahrte nicht nur sein äußeres Erscheinungsbild, sondern auch die prächtigen Innenräume. Das Gebäude wurde in den 1830er Jahren von den Fürsten Barjatinski errichtet und mehrfach umgebaut. 1858 erweiterte der Architekt Gerald Andrejewitsch Bosse das Haus erheblich und verlieh ihm barocke Züge. 1874 führte der Architekt Merz eine zweite große Renovierung durch, durch die die heutigen Proportionen des Gebäudes erhalten blieben.
Die letzte rechtmäßige Besitzerin des Palastes war die 14-jährige Großherzogin Olga Alexandrowna, die ihn 1896 von ihrem Vater erbte. Nach ihrer Heirat zog sie mit ihrem Mann, Prinz Peter Alexandrowitsch von Oldenburg, dorthin. Für die neuen Besitzer wurde der Palast erneut umgebaut, jedoch ohne grundlegende Veränderungen. An der Fassade erschien ein Wappen, das dem Status der Großherzogin entsprach, und der Schwerpunkt lag auf den Innenräumen, an denen Dubinski und Rubzow arbeiteten. Die Familie lebte jedoch nicht lange in dem Palais: Die Ehe war unglücklich und eher formell. Mit Beginn des Krieges ging die Großherzogin als Sanitätsschwestern an die Front, und später erlaubte Nikolai II. ihr die Scheidung. Nach der Februarrevolution zog sie in den Süden und emigrierte dann. Das Palais wurde von der neuen Macht beschlagnahmt, überlebte jedoch im Gegensatz zu anderen architektonischen Denkmälern und erfreut bis heute die Augen der Passanten.
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