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Das Haus von Arina Rodionowna, zu Besuch bei Puschkins Nanny

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Die Freundin der schweren Tage von Alexander Puschkin, seine liebevolle und fürsorgliche Nanny, lebte ein langes und schwieriges Leben. Diese Leibeigene konnte dem Dichter die Wärme und Fürsorge schenken, die ihm in seiner Familie fehlten.

Arina Rodionowna wurde zur Heldin von drei Gedichten Puschkins und hinterließ viele schriftliche Erinnerungen. Dadurch erscheint sie im Bewusstsein der Nachwelt fast wie eine mütterliche Figur einer märchenhaften, ländlichen Großmutter. Obwohl der genaue Ort ihrer Beisetzung unbekannt ist, wird ihr Andenken in einem alten Holzhaus im Dorf Kobrino in der Region Leningrad liebevoll bewahrt.

Ein Geschenk für die Leibeigene

Arina Rodionowna wurde am 10. (21.) April 1758 in einer Familie von Leibeigenen geboren, in der sie noch fünf Geschwister hatte. Zu dieser Zeit gehörten die Ländereien und Dörfer dem Offizier Fjodor Apraxin, der im Semjonowskij-Regiment diente. Ein Jahr später kaufte Puschkins Urgroßvater, Ibrahim Gannibal, der am Hof von Peter I. diente, das Eigentum zurück.

Nach ihrer Heirat kam sie 1781 ins Dorf. Die Großmutter des Dichters, Maria Alexejewna, nahm das lebhafte und geschickte Mädchen in ihr Haus auf. So wurde die einfache Bäuerin zunächst die Amme ihrer Tochter, Nadeschda, und später auch der Enkelkinder: Olga, Alexander und Lew Puschkin.

Für treue Dienste ließ Maria Gannibal ein eigenes Häuschen für Arina Rodionowna in Kobrino bauen. Heute ist dieser Ort ein Denkmal für einfache russische Frauen.

Rettung der Kobrin-Hütte

Das kleine Bauernhaus aus dem 18. Jahrhundert hat auf wundersame Weise überlebt. Bis in die 1950er Jahre lebten Verwandte von Puschkins Nanny hier. Nach ihrem Umzug nach Leningrad begann das Haus zu verfallen. Gerettet wurde es von der örtlichen Lehrerin Natalja Nyrkowa, die das Häuschen kaufte und es in Ordnung hielt.

Wie das Häuschen zum Puschkin-Museum wurde

Am 3. Juli 1974 erfüllte sich der Traum der Landlehrerin: In der alten Hütte wurde ein Museum eröffnet, das Puschkins Nanny gewidmet ist. An der Gestaltung der Ausstellung waren die Dorfbewohner, lokale Geschichtsforscher und Mitarbeiter des Allrussischen Puschkin-Museums beteiligt.

Mit den Kräften der Kobrin-Bewohner wurde das Haus restauriert, und die Sammlung wurde erweitert. Bald gelang es, die ursprüngliche Einrichtung eines Bauernhauses aus dem 18. Jahrhundert wiederherzustellen. Im Museum wird eine Tasche aufbewahrt, die aus Handtüchern genäht wurde und Puschkins Nanny gehörte.

Das alte Leben

Im Museum ist alles so eingerichtet, wie es in einer Bauernfamilie des 18. Jahrhunderts war. Fast der gesamte Raum wird von einem russischen Ofen eingenommen, entlang der Wände stehen Holzbänke. Viel Wert wurde auf Handarbeiten gelegt: Arina Rodionowna spann, webte und strickte oft. Im Museum kann man Klöppel, Spinnräder, Stricknadeln und Nähsets sehen. Dieses Handwerk brachte sie den Dienstmädchen bei.

Unter der Decke hängen Besen aus Feldkräutern, die eine Atmosphäre der alten Hütte schaffen. Es gibt Geschirr, einen bauchigen Samowar, Kleidung und Stoffe, Bastschuhe, eine Lampe mit einem Docht und andere Gegenstände. In der Diele kann man alte Werkzeuge sehen: Rechen, Hacken, Sensen.

Im Inneren ist alles so eingerichtet, dass eine Atmosphäre der Ruhe und Gemütlichkeit entsteht. Die Wiege schwingt, der Wind rauscht, die Dielen haben sich erwärmt. Alles deutet darauf hin, dass die Besitzer bald zurückkehren werden.

Fakt:

Leider ist das Haus von Arina Rodionowna im Laufe der Zeit verfallen. Die Wände sind fast vollständig verfault. Während der letzten Restaurierung musste der Block ersetzt werden, es blieb nur der Deckenbalken. Im Hof wurde eine erhaltene Wand separat aufgestellt.

Der Weg in Puschkins Märchen

Die Mitarbeiter des Museums erzählen von der Biografie der Nanny und ihrem Beitrag zur Erziehung Puschkins. Im Hof wurde ein Museum für Holzskulpturen eröffnet: hier gibt es den Vogel Sirin, Bären und eine gelehrte Katze. Es wurden Schaukeln aufgestellt und ein Souvenirladen eröffnet.

Alle Skulpturen wurden von Absolventen und Schülern der Kunst- und Industrieakademie Stiglitz geschaffen.

Ein fröhliches Treffen mit Puschkin

Das Haus-Museum ist nicht nur eine Sammlung alter Dinge. Hier wird man mit Puschkins Werk und seiner Biografie vertraut gemacht. Neben dem Museum befindet sich eine Bühne für Konzerte und Festivals. Es wurde eine Führung „Zu Besuch bei der Nanny“ entwickelt, es gibt interaktive Programme und ein Quiz. Es werden Workshops für Handarbeiten und das Bemalen von Matroschkas angeboten.

Dieses Haus im alten Dorf der Region Leningrad ist der beste Ort, um Kinder und Erwachsene mit Puschkins Werk und der Geschichte seiner Nanny vertraut zu machen. Hier kann man in der Natur entspannen und neue Eindrücke sammeln.

Geo-Punkt

Домик Арины Родионовны, в гостях у няни Пушкина

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