Das zweite Haus von der Ecke mit der Kuznetski-Brücke, im französischen Stil erbaut, gehörte einer der bekanntesten Weinhändlerfirmen des vorrevolutionären Russlands, "K.F. Depre".
Die Geschichte dieser Firma begann zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als Camille Philippe Depre, ein ehemaliger Kapitän der napoleonischen Armee, nach Russland kam. Hier heiratete er und blieb, gründete ein Weingeschäft. Seine Frau stammte aus einer "französischen Kaufmannsfamilie", die ein Haus in der Petrovka besaß, wo ihr erster Laden eröffnet wurde, der schnell populär wurde. A.I. Herzen erwähnte in seinem Buch "Vergangenheit und Gedanken": "Der Wein kommt natürlich aus der Petrovka, von Depre." Besonders beliebt war der Portwein "Depre Nr. 113", den Kenner als unübertroffen betrachteten. Auch Anton Pavlovich Tschechow war ein Fan der Produkte von Depre und erwähnte in "Drama auf der Jagd" den Likör "Benediktin".
Bis Ende der 1890er Jahre war das alte Haus in Verfall geraten, und es wurde beschlossen, ein neues zu bauen. Das Projekt wurde dem beliebten Architekten Roman Klein in Auftrag gegeben. 1898 errichtete er ein neues Mietshaus im eklektizistischen Stil mit Elementen des französischen Stils aus der Zeit Heinrichs IV. Im Erdgeschoss befand sich das firmeneigene "Geschäft für ausländische Weine und Havanna-Zigarren, Lieferant des höchsten Hofes K.F. Depre" mit großen Schaufenstern. Über den Fenstern waren steinerne Schilder mit vergoldeten Buchstaben angebracht. Unter dem Geschäft lagen geräumige Weinkeller, während die oberen Etagen als Wohnungen vermietet wurden. Die zweite und dritte Etage boten teurere Wohnungen, während die vierte für weniger wohlhabende Mieter vorgesehen war.
Der zentrale Teil des Hauses ist mit einem Erker geschmückt, neben dem auf Höhe der zweiten Etage Reliefs mit abgebildeten Männern, die eine Traube tragen, angebracht sind. Die zweite und dritte Etage heben sich farblich ab: Auf dem rotbacksteinernen Hintergrund stechen die beigen Fensterrahmen, Ecken und Pilaster mit grobem Rustika hervor. Die Fenster der dritten Etage sind mit Giebeln geschmückt. Das historische Schild wurde restauriert.
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