Besondere Bekanntheit erlangten Konstantin Golovkin und Samara durch die Villa des Künstlers, die im Jugendstil am hohen Ufer der Wolga errichtet wurde. Es war ein einzigartiges architektonisches Werk, das Konstantin Pawlowitsch selbst in Zusammenarbeit mit dem Architekten W. Tepfer entworfen hatte. Der Künstler schuf persönlich zahlreiche Modelle, um das äußere Erscheinungsbild und die Proportionen der zukünftigen Villa zu präzisieren. Am Ende entstand ein für den russischen Jugendstil völlig ungewöhnliches Gebäude.
Architektur-Experten bemerken in diesem Bauwerk den Einfluss des Wiener Secessionsstils. Die Architektur der Golovkin-Villa zieht sofort durch ihre Ungewöhnlichkeit Aufmerksamkeit auf sich: massive und strenge Fassaden, schmale Schießschartenfenster, die Asymmetrie der Elemente des Gebäudes, all dies wirkt fundamental, ungewohnt und geheimnisvoll.
Konstantin Pawlowitsch kümmerte sich auch selbst um das Interieur. Für jeden Raum entwarf er ein eigenes Design in einer bestimmten Farbpalette. Die schmalen Fenster schufen in den Räumen eine geheimnisvolle Halbdunkelheit. Breite Fenster in origineller Form eröffneten einen herrlichen Panoramablick auf die Weiten der Wolga. Die Wände des zentralen Saals waren mit den Originalgemälden Golovkins geschmückt, die fliegende weibliche Figuren in leichten Gewändern darstellten, die leider nicht erhalten geblieben sind. Diese Figuren symbolisierten die Wolga, und es wird angenommen, dass das Bild des Flusses auch in der weiblichen Skulptur verkörpert ist, die die Treppe zum Garten schmückt.
Das Hauptelement der skulpturalen Gestaltung der Villa waren zwei riesige Elefanten-Skulpturen. Die Entwürfe dieser massiven Tiere wurden vom Künstler selbst erstellt, der auch an deren Herstellung beteiligt war. Die Skulpturen wurden so aufgestellt, dass sie von den vorbeifahrenden Schiffen auf dem Fluss gut sichtbar waren.
Nach den Erinnerungen Zeitgenossen bildeten die Elefanten und das Mädchen ein Ensemble mit Brunnen. Wasser strömte aus Vasen zu beiden Seiten des Mädchens, während die Elefanten im fließenden Wasser standen. Es gibt die Version, dass in einem der Elefanten Dokumente und Fotos aufbewahrt werden, die mit der Planung und dem Bau der Villa verbunden sind.
Als Golovkin Samara verließ, hinterließ er seine Villa den neuen Behörden in der Hoffnung, dass dort ein Waisenhaus eingerichtet wird. Zunächst wurde im "Haus mit Elefanten" jedoch ein Krankenhaus organisiert, dann ein Kindergarten. Ende der 1920er Jahre wurde das Gebäude zum Klub des "Wasserversorgers", und die Installation der Heizung hatte negative Auswirkungen auf den Zustand des Fundaments.
Durch den häufigen Eigentümerwechsel hat das "Haus mit Elefanten" sein prächtiges Interieur verloren, das Fundament hat sich gesetzt, und an den Wänden sind Risse entstanden. In den 1990er Jahren fanden Restaurierungsarbeiten statt, die eine vollständige Zerstörung des Gebäudes verhinderten, aber das Interieur und die Gärten wurden nicht vollständig wiederhergestellt.
Heute ist das "Haus mit Elefanten", das im Besitz des "Wasserversorgers" bleibt, von einem Zaun umgeben, und der verwilderte Garten hat das gesamte Gelände erobert, indem er durch Wege, Stufen und Wände wächst. Das Gebäude zerfällt weiter, und die riesigen Elefanten befinden sich in einem bedauernswerten Zustand, obwohl in den 1930er Jahren sogar geplant war, sie zu sprengen.
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