Ein riesiges Gebäude mit 7-8 Etagen und einer beeindruckenden Fassade, geschmückt mit dekorativen Bögen, Pilastern, Stuck, Fenstern in verschiedenen Formen und Erkern, inspiriert vom italienischen Renaissance-Stil. Der Eingang wird durch drei große, gewölbte Nischen und zwei Löwenskulpturen mit Wappen hervorgehoben, die jeweils 3 Meter lang und 1,5 Meter hoch sind. Diese Löwen sind zum Symbol des Hauses geworden, und im vorrevolutionären Moskau wurde die Malaya Molchanovka oft als "Straße, wo das Haus mit Löwen steht" bezeichnet.
Das von den Architekten I.G. Kondratenko, S.A. Doroshenko und V.N. Volokitin für G.A. Gordon entworfene Haus ist sehr ungewöhnlich. Dies wird dadurch bestätigt, dass sowjetische Filmemacher es oft in ihren Filmen verwendeten, dank seiner ausdrucksvollen Formen und Dekorationen.
Das Haus zog bekannte Persönlichkeiten an. In den Jahren 1917-1918 lebte der Schriftsteller Alexei Tolstoi im fünften Stock, zu dem die Dichter Klyuev und Yesenin zu Besuch kamen. Von 1916 bis 1948 lebte hier der Pathologe V.N. Talalaev, und von 1923 bis 1929 der Psychiatrieprofessor Y.V. Kannabikh. Auch der Dichter M.A. Voloshin wohnte in der Wohnung Nr. 25. Im Haus verkehrten M.I. Tsvetaeva, M.N. Zagorskin und A.V. Moravov.
Heute gibt es im Haus mit Löwen 27 Wohnungen mit einer Fläche von 120 bis 340 qm. Die Räume haben hohe Decken von bis zu 4 Metern, französische Balkone und eine offene Raumaufteilung mit exklusiver Ausstattung und erhaltenem einzigartigem inneren Stuck.
Während der letzten Renovierung wurden alle drei Treppenhäuser, einschließlich des "schwarzen" Zugangs, erhalten. In Übereinstimmung mit der alten Moskauer Architekturtradition wurden die Ausgänge zu dieser Treppe aus allen Wohnungen belassen. Diese Lösung ist auch aus Sicherheitsgründen nützlich: Im Falle eines Feuers dient der "schwarze" Zugang als Notausgang. Gleichzeitig wurden auch Maisonette-Wohnungen, Wintergärten und geräuschlose Aufzüge geschaffen.
Das Mietshaus, das seit einem ganzen Jahrhundert an der Malaya Molchanovka steht, bleibt heute ein Schmuckstück unserer Stadt.
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