Die Paläste von Dashkov wurden Ende des 18. Jahrhunderts erweitert und im klassischen Stil gestaltet. 1842 baute der Kaufmann D. D. Gschelzow hier einstöckige Steingeschäfte, die vierzig Jahre später um ein zweites Stockwerk aufgestockt wurden. Der letzte vorrevolutionäre Eigentümer des Gebäudes war das Savvino-Storozhevsky-Kloster, das Ende des 14. Jahrhunderts in der Nähe von Zvenigorod gegründet wurde. Unter Zar Alexei Michailowitsch diente dieses Kloster eine Zeit lang als offizielle Landresidenz des Zaren. In diesem Haus in der Pjatnitskaja Straße wurde 1889 der bekannte Dichter und Songwriter W. I. Lebedew-Kumatsch geboren und lebte hier, Autor von Liedern wie „Mars der Traktorenfahrer“, „Lied der Artilleristen“ und „Sportmarsch“, die in den Vorkriegsjahren populär waren. An dem Haus ist eine Gedenktafel mit einem bronzenen Reliefporträt des Dichters angebracht.
Besonderes Interesse weckt der Innenhof des Gebäudes. Im hinteren Teil des Hofes befindet sich das Hauptgebäude des Anwesens des Kaufmanns A. S. Jeremeev mit den Palästen des Fürsten A. I. Dashkov aus dem 17. Jahrhundert. Im Inneren des alten Gebäudes kann man Ziegelgewölbe und gewölbte Nischen an den Wänden sehen. Es ist jedoch zu beachten, dass die alten Ziegel geschliffen wurden.
Andrei Jeremeev, der Besitzer des Anwesens, leitete im 18. Jahrhundert eine Tuchfabrik in Moskau, deren Büro sich in der Marosejka Straße befand. Ende des 18. Jahrhunderts erwarb Demid Demidowitsch Meschtsaninow seine Produktion.
Im Hof der Pjatnitskaja Straße konnte man noch vor kurzem Filme über das Leben des Kaufmanns Zamokvorye drehen. Entlang des Innenhofs des Hauses Nr. 6 befanden sich überdachte Galerien, oder „Galdarejki“, wie sie von den Moskauer genannt wurden. Die Bewohner gelangten direkt von den Galerien in ihre Wohnungen, deren Eingänge sich in der Durchfahrt befanden. Doch kürzlich wurde das Haus umgebaut, und die „Galdarejki“ verschwanden. Solche Häuser mit Galerien waren im 19. Jahrhundert verbreitet, und fast ganz Sjaradje bestand aus ihnen. Heute gibt es in Moskau nur noch wenige solcher Häuser: zwei in Chitrowka und eines, das größte, dreigeschossige, in Pokrovka. In einigen Moskauer Höfen kann man immer noch Spuren von „Galdarejki“ sehen, die durch die Rekonstruktion aus sowjetischer Zeit verborgen sind.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.
Um einen Kommentar zu hinterlassen, mit Google anmelden.