Dieses ungewöhnliche Mietshaus wurde 1910 von dem Architekten N.I. Zherikhov in der Zeit des Niedergangs des Jugendstils erbaut. Die Bauzeit bestimmte seinen Stil: strenge und schlichte Formen des rationalen Jugendstils, die für frühere Arbeiten Zherikhovs, die normalerweise mit reichem skulpturalen Dekor geschmückt waren, untypisch sind.
Die Fassade des Gebäudes hat eine symmetrische Komposition mit einem vertieften zentralen Teil und zwei rechteckigen Vorsprüngen an den Seiten. Der dekorative Effekt wird durch den Kontrast zwischen der braunen Fassadenverkleidung und den hellen Akzenten im Fensterrahmen sowie im Sockel- und oberen Stockwerk erreicht.
Ein besonderes Merkmal des Hauses ist seine originale dekorative Gestaltung, die die Symbolik des Moskauer Kunsttheaters stilisiert. Der obere Teil des Gebäudes ist mit einem keramischen Fries aus abramzewskij Fliesen in blau-grünen Farbtönen geschmückt, auf dem fliegende Möwen abgebildet sind, was auf die Symbolik des MHT verweist, die 1902 von F.O. Shekhtel entwickelt wurde. Dieses Motiv ist einzigartig und wiederholt sich an keinem anderen Moskauer Haus.
Darüber hinaus hat das Gebäude die originale metallische Ausstattung bewahrt, einschließlich der Balkongitter und des schmiedeeisernen Vordachs über dem Eingang, die das berühmte Motiv des Shekhtel-Spiralwickels verwenden, das auch im Innenraum und am Vorhang des Theaters vorhanden ist.
Die Gründe für die Wahl des Theater-Themas in der Dekoration des Hauses bleiben unbekannt. Laut der Kunsthistorikerin M.V. Nashchokina könnten die Eigentümer leidenschaftliche Anhänger des MHT gewesen sein.
Der einzigartige keramische Fries hat während der jüngsten Arbeiten zur Fassadenrenovierung erheblich gelitten.
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