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Haus Porochowschikow

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Das Projekt eines Holzhauses mit Schnitzereien im russischen Stil wurde 1871 von dem Architekten Andrei Leontjewitsch Gun für den Unternehmer und öffentlichen Aktivisten Alexander Alexandrowitsch Porochowschikow entworfen. Die Schnitzereien an den Fassaden wurden von Meister I. A. Kolpakow ausgeführt. Das Haus erhielt ein Diplom auf der Weltausstellung in Wien im Jahr 1873. Dieses Gebäude ist ein Beispiel dafür, wie professionelle Künstler die Volkskunst interpretierten. Die Schnitzerei kopiert nicht die Volksmuster, sondern schafft ein neues Werk, das den Geist der Volkskunst bewahrt, wie er in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verstanden wurde.

Andrei Leontjewitsch Gun, geboren am 14. April 1841 und gestorben 1924, studierte an der Kaiserlichen Akademie der Künste, wo er 1867 den Titel eines Akademikers der Architektur erhielt. Ab 1907 war er ordentliches Mitglied der Akademie. Seine Tätigkeit war mit Petersburg verbunden, wo er am Institut für Bauingenieure lehrte. In Moskau war Gun auf Auftrag von Porochowschikow auch für die Innengestaltung des Konzertsaals des Restaurants „Slawjanskij Basar“ in der Nikolskaja-Straße 17 zuständig, aber dieses Gebäude ist nicht erhalten geblieben.

Das Haus Porochowschikow scheint klein zu sein, aber in verschiedenen Jahren beherbergte es das Verkaufsbüro für elektrische Nähmaschinen von V. N. Chikoljow, die Redaktion der „Zeitung A. Gatsuka“ von 1875 bis 1878, die Gesellschaft der Erzieherinnen und Lehrerinnen mit einer Schule. Ab 1889 befanden sich hier eine weibliche Sonntagsschule, ein pädagogisches Museum und eine Bibliothek. In diesem Haus lebte der Philosoph Sergej Nikolajewitsch Trubetzkoy.

In der Sowjetzeit wurde das Gebäude vom Kiewer Bezirksbüro der VOOpiK, der N. A. Dobroljubow-Bibliothek und dem Museum des Kampfruhms der 77. Gardedivision genutzt.

Heutzutage wurde das Haus von einem Nachkommen des ersten Eigentümers, dem bekannten Künstler Alexander Schalwowitsch Porochowschikow, der 2012 verstarb, langfristig gemietet. Er führte eine Restaurierung der Innenräume des Erdgeschosses durch, mit dem Plan, dort ein Kulturzentrum zu eröffnen.

Geo-Punkt

Дом Пороховщикова

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