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Haus des Dichters Venewitinow

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Das zweigeschossige Herrenhaus im klassizistischen Stil befindet sich an der ersten Biegung der Krivokolenny-Gasse. Es wird angenommen, dass das Haus Anfang der 1760er Jahre erbaut wurde, obwohl es auf älteren Gebäuden basiert. 1759 erwarb der Doktor W. J. Gewitt das Grundstück für 1500 Rubel, und fünf Jahre später kaufte Graf M. F. Apraxin es bereits für 7500 Rubel. Später ging das Haus an Natalja Fjodorowna Lasunska, die Frau des Generalmajors M. E. Lasunski. 1803 erwarb der Offizier Wladimir Petrowitsch Venewitinow das Haus, und seine Erben besaßen es bis 1839.

Das Haus in der Krivokolenny-Gasse ist nicht nur wegen seiner Architektur, sondern auch wegen der Geschichte seiner Bewohner von Wert. Die Frau von Wladimir Petrowitsch Venewitinow, Anna Nikolajewna, stammte aus der Fürstenfamilie Obolensk und hatte eine Leidenschaft für Musik, Literatur und Theater. Daher waren oft Vertreter kreativer Berufe im Haus zu Gast. 1805 wurde der Sohn Dmitri geboren, der Dichter und Philosoph wurde und bis 1827 in diesem Haus lebte. Puschkin besuchte die Venewitinows häufig und las hier zum ersten Mal seine Tragödie "Boris Godunow", was einen starken Eindruck auf die Zeitgenossen hinterließ.

1839 erwarb der Kaufmann Fedor Golzgauser das Haus, der als Agent bei der Versicherungsgesellschaft "Salamandra" arbeitete. Ab 1869 wurden die Kaufleute Frolow zu den Eigentümern. 1917 ging das Haus an den Kaufmann 1. Gilde Sliosberg, der plante, es abzureißen und ein Mietshaus zu bauen, aber die Revolution verhinderte diese Pläne.

Seit 1923 lebte die Familie Ginzburg in dem Haus. Das Haus wurde in Wohnungen aufgeteilt, und die Ginzburgs waren nicht die einzigen Bewohner. Alexander Ginzburg, besser bekannt als Alexander Galitsch, erinnerte sich, dass die Fenster ihrer Wohnung auf den breiten Balkon gingen, der in den Erinnerungen von Pogodin erwähnt wird, als Puschkin "Boris Godunow" las.

1999 wurde das Haus als baufällig und abrissreif erklärt, aber dank der Bemühungen der literarischen Öffentlichkeit konnte es erhalten werden. Allerdings blieb das Gebäude lange Zeit ungeschützt und wurde von Obdachlosen genutzt, was sich negativ auf seinen Zustand auswirkte. Jetzt ist das Haus ein Kulturdenkmal und steht unter staatlichem Schutz. Restaurierungsarbeiten werden durchgeführt, die Fassade wurde erneuert, und die alte Ziegelmauer und die Fensterverkleidungen sind sichtbar.

Am Haus sind zwei Gedenktafeln angebracht, die darauf hinweisen, dass hier der Dichter Dmitri Venewitinow lebte und Puschkin 1826 zum ersten Mal die Tragödie "Boris Godunow" las.

Geo-Punkt

Дом поэта Веневитинова

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