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Haus der Pegovs

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Wenn man von der belebten Twerskaja-Straße in die Kleine Gnezdnikow-Straße abbiegt, findet man sich sofort im Moskau der Epoche von Gilyarovsky und Tschechow wieder. Unter den niedrigen Gebäuden sticht das ehemalige Puschkin-Theater hervor. Gegenüber steht ein dreistöckiges gelbes Haus mit einem Bogen in der Mitte, über dem sich ein bescheidener Kokoschnik mit einem runden Fenster befindet. Die Fenster sind mit einfachen Rahmen verziert, und das Gebäude selbst zieht mit nichts die Aufmerksamkeit auf sich. So sah das typische Erscheinungsbild der Moskauer Bebauung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts aus.

Seit den 1860er Jahren gehörte dieses Grundstück der Kaufmannsfamilie Pegov. Der Gründer der Familie war Wladimir Wassiljewitsch Pegov, Besitzer einer Brauerei in Jaroslawl. In Moskau genoss er Respekt und erhielt das erblichen Bürgerrecht. Seine Firma war zuverlässig, da er immer bar handelte und keine Wechsel ausstellte.

Ein bedeutender Beitrag zur Wohltätigkeit von Pegov war der Bau der Spaso-Preobraschenski-Kathedrale im Nikolau-Ugrischski-Kloster. Wladimir Wassiljewitsch spendete über 400.000 Rubel für den Bau der Kirche. Nach seinem Tod im Jahr 1893 wurde sein Körper in der Gruft unter dem Altar der Kathedrale neben den Äbten des Klosters beigesetzt.

Über mehrere Jahre mietete W.W. Pegov ein Landhaus in Kuzminki, wo er mit seiner Familie im Herrenhaus lebte. Als 1889 S.M. Golizyn den ehemaligen Viehhof dem Krankenhaus übergab, wurde Pegov zum Mäzen und beteiligte sich zusammen mit dem Landrat an der Umgestaltung der Gebäude.

Seine Kinder wurden ebenfalls erbliche Ehrenbürger von Moskau. Nach dem Tod von W.W. Pegov ging das Haus an seine Söhne Iwan und Alexander über, die bis 1917 hier lebten.

Einer der Söhne, Wassili, ist jedoch als ein ausschweifender Mensch bekannt, der sich mit einer schlechten Gesellschaft verband. Er stellte gefälschte Wechsel aus und fiel allmählich immer tiefer. Der Vater versuchte, ihn auf den rechten Weg zu bringen, wies ihn aber schließlich aus dem Haus. W.W. Pegov junior wurde 1877 im Fall des „Klubs der roten Buben“ verurteilt und nach Sibirien verbannt.

Die Kaufleute Pegov aus der Kleinen Gnezdnikow-Straße sind nicht mit anderen Kaufleuten Pegov zu verwechseln, den Besitzern des Restaurants Olivier.

Jetzt befinden sich in dem Haus interessante Geschäfte und Cafés, wie die Buchhandlung „Phalanster“ und das Souvenirgeschäft „Einfach so“.

Geo-Punkt

Дом Пеговых

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