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Haus der Volksschule

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Bei einem Blick auf das klassische Herrenhaus im Zentrum des Grundstücks könnte man denken, es handele sich um ein Landhaus, das nach alter Moskauer Tradition mit Abstand zur roten Linie der Straße gebaut wurde. Doch dieses Gebäude ist die Volksschule für die Gemeindemitglieder der Kirche des heiligen Martin, die sich gegenüber in der ehemaligen Großen Alexejewskaja Straße (heute Alexander-Solzhenitsyn-Straße, 15) befindet.

Das Gebäude wurde mit Mitteln des Moskauer Stadtoberhaupts, Kaufmanns und Teehändlers Wasilij Schigarew errichtet, der auch Sponsor des Kirchenbaus war. Er selbst wohnte in dieser Straße, im Haus Nr. 29. Wie die Kirche ist auch die Volksschule ein Objekt des kulturellen Erbes von föderaler Bedeutung.

Das zweigeschossige Gebäude, das in der Zeit von 1796 bis 1798 erbaut wurde (der Bau der Kirche fand von 1791 bis 1800 statt), ist ein Denkmal des reifen Moskauer Klassizismus. Die Fassaden des Gebäudes sind äußerst schlicht und fast ohne Dekor, mit Ausnahme der runden Nischen in den Risaliten auf beiden Seiten des Haupteingangs. Das einzige auffällige architektonische Element der Fassade ist der vier Säulen umfassende Portikus ionischer Ordnung im zweiten Stock, der das dreieckige Giebeldach stützt. Die Säulen des Portikus sind paarweise näher zu den Rändern angeordnet.

Die Grundrissgestaltung des fast quadratischen Gebäudes ist symmetrisch: Es ist durch einen quer verlaufenden Flur-Vestibül unterteilt, an dessen beiden Seiten sich die Räume befinden. Die Treppe zum zweiten Stock befindet sich im rechten Eckkompartiment vom Eingang. Am hinteren Fassaden sind spätere Anbauten vorhanden.

Die ungewöhnliche Lage des Gebäudes im Zentrum des Grundstücks erklärt sich durch die Nähe des massiven Volumens der Kirche des heiligen Martin. Der Architekt oder Auftraggeber strebten an, zwischen der Kirche und der Schule einen kleinen Raum, eine Art kleinen Platz, zu schaffen. Der Bau fand auf einem weitläufigen Brachland statt, das von dem Anwesen A.G. Orlows übrig geblieben war.

Während der Restaurierung des Gebäudes in den 2000er Jahren wurde sein klassisches Erscheinungsbild vollständig bewahrt. Die Umzäunung entlang des Grundstücks wurde wiederhergestellt und das äußerste rechte Fenster im Erdgeschoss wurde erneut geöffnet.

Geo-Punkt

Дом народного училища

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