Der Herrenhaus unter der Nummer 44 in der Pjatnizkaja-Straße wurde bereits Ende des 18. Jahrhunderts erbaut und hat im Laufe seiner Geschichte viele Besitzer gewechselt. Einer von ihnen war Brashnin Nikita Sergejewitsch, ein erblicher Ehrenbürger.
In den 1920er Jahren befand sich hier eines der Bataillone der besonderen Einsatzkräfte (ChON), die seit 1919 zur Bekämpfung der Konterrevolution und zur Unterdrückung von Unruhen gegründet wurden. Diese "kommunistischen Truppen" und "militärisch-parteilichen Einheiten" wurden in einer schwierigen Zeit für das Land bei den Parteizellen in den Fabriken sowie in den Bezirks-, Stadt- und Provinzkomitees der Partei organisiert. Ihre Aufgabe war es, die Organe der Sowjetmacht im Kampf gegen die Konterrevolution zu unterstützen, wichtige Objekte zu schützen und Patrouillen durchzuführen. Zu den Mitgliedern der ChON gehörten bekannte Persönlichkeiten wie Molotow, Kaganowitsch und Abakumow. In den Jahren 1924-25 wurde die Tätigkeit der ChON eingestellt und sie wurden auf Beschluss des ZK der WKP(b) aufgrund der Verbesserung der Situation im Land und der Stärkung der Roten Armee aufgelöst.
Das benachbarte Haus Nr. 46, das einst fast ein Zwilling des Hauses Nr. 44 war, sieht heute aufgrund von Rekonstruktionen anders aus. Im Jahr 1997 wurde das alte Gebäude abgerissen und durch einen neuen Bau ersetzt, der in der Höhe um das anderthalbfache erhöht wurde. Zuvor gehörte dieses Haus den Kaufleuten Samgin, den Eigentümern einer bekannten Glockenfabrik und Gaststätten. Ende des 19. Jahrhunderts verkauften sie es der Kaufmannswitwe Popowa, der Witwe des Teehändlers W.I. Popow, die auch das Haus Nr. 47 auf der gegenüberliegenden Straßenseite besaß. Vor dem Ersten Weltkrieg kauften die Brüder Vanetzow beide Häuser.
Das Haus Nr. 46 wurde von A.P. Tschechow in der Erzählung "Drei Jahre" als "Gefängnis in der Pjatnizkaja" beschrieben, wo "es keine Zukunft gibt". Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebte hier der später bekannte Filmregisseur Jakow Protasanow.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.
Um einen Kommentar zu hinterlassen, mit Google anmelden.