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Haus N.I. Mindowskij

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In den Jahren 1905-1906 baute der Architekt Nikita Gerasimowitsch Lazarew für Nikolai Iwanowitsch Mindowski, einen Vertreter der bekannten Dynastie von Textilfabrikanten, ein prächtiges Herrenhaus an der Ecke der Starokonjuschenny- und Prechistenka-Gassen.

Dieses Haus gilt als das beste Werk des Architekten und ist ein Beispiel für die Moskauer Neoklassik. Zwei Flügel des Gebäudes, die sich entlang der Gassen erstrecken, sind durch eine beeindruckende, kuppelartige Rotunde verbunden, die von ungewöhnlichen massiven Säulenpaaren umgeben ist. Die Straßenfassaden sind mit Stuckfriesen mit mythologischen griechischen Motiven geschmückt.

Ursprünglich gehörte das Haus Nikolai Iwanowitsch Mindowski, der bis zur Oktoberrevolution darin lebte. In der Sowjetzeit wurde im Herrenhaus das Bezirksstandesamt untergebracht, das das bekannteste der Stadt wurde. Hier heirateten Sergei Jessenin und Isadora Duncan sowie Ljubow Beloserskaja und Michail Bulgakow. 1927 wurde das Gebäude der Botschaft der Republik Österreich übergeben, die dort bis 1938, bis zum Anschluss Österreichs an Deutschland, ansässig war. Danach wurde das Herrenhaus als Gästehaus der deutschen Botschaft genutzt.

Im August 1939 übernachtete in diesem Haus der deutsche Außenminister Joachim von Ribbentrop, der nach Moskau kam, um den Nichtangriffspakt zwischen Deutschland und der Sowjetunion zu besprechen.

Es gibt die Meinung, dass, obwohl der Pakt selbst im Kreml unterzeichnet wurde, das geheime Abkommen dazu im ehemaligen Herrenhaus Mindowskijs diskutiert und unterzeichnet wurde. Dies ist jedoch nur eine Annahme des österreichischen Botschafters Georg Heindl, und es gibt dafür keine direkten Beweise.

Hier wurde auch das Schicksal des nachkriegslichen Europas entschieden. Am 12. Oktober 1944 kam der britische Premierminister Winston Churchill nach Moskau, um die Zukunft Europas zu besprechen. Die sowjetische Seite stellte ihm eine Datscha zur Verfügung, aber nach einem Bankett in der britischen Botschaft, das bis vier Uhr morgens dauerte, bot Stalin Churchill an, in dem Gebäude der ehemaligen österreichischen Mission zu übernachten.

Während der Verhandlungen in Moskau wurde auch die Zukunft Polens besprochen. Treffen zwischen Churchill und dem Premierminister der polnischen Exilregierung Mikolajczyk fanden ebenfalls in der Starokonjuschenny-Gasse statt.

1955, nach der Wiederherstellung der Unabhängigkeit Österreichs, wurde in dem Herrenhaus Mindowskijs erneut die österreichische Botschaft untergebracht, die dort bis heute ansässig ist.

Geo-Punkt

Дом Н.И.Миндовского

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