Das Schalamow-Haus, gelegen hinter der Sophienkathedrale in Wologda, ist ein zweigeschossiges Herrenhaus, das Ende des 18. Jahrhunderts erbaut wurde. Ursprünglich gehörte es der Wologdaer Diözese und diente als Wohnsitz für die Geistlichen der Sophienkathedrale. Hier wurde am 18. Juni 1907 in der Familie des Priesters Warlam Tichonowitsch Schalamow geboren, der bekannte Autor der "Kolyma-Erzählungen". In diesem Haus lebte er bis zu seinem Umzug nach Moskau im Oktober 1924.
1990 wurde am Eingang des Gebäudes eine Gedenktafel angebracht, die von dem Moskauer Bildhauer und Freund Schalamows, Fedot Suchkow, geschaffen wurde.
Heute befindet sich im Haus das Gedenkmuseum V.T. Schalamow, das 1991 im Erdgeschoss des südlichen Flügels eröffnet wurde, wo die Familie Schalamow lebte. Neben dem Museum beherbergt das Gebäude einen der Ausstellungsräume der Wologdaer Kunstgalerie. Seit seiner Eröffnung ist das Museum ein Anziehungspunkt für alle, die das literarische Erbe Schalamows schätzen.
Die Ausstellung des Museums umfasst Dokumente aus der Epoche, Veröffentlichungen des Autors, persönliche Gegenstände wie eine Feldtasche und eine Uhr, die von Irina Pawlowna Sirotinskaja übergeben wurden. Ein Symbol des Museums ist die Lärche, die von Kolyma gebracht wurde. Im Jahr 2008 wurde die Sammlung des Museums um das einzige zu Lebzeiten entstandene Porträt V.T. Schalamows erweitert, das in der Wologdaer Kunstgalerie ausgestellt wird.
Jährlich finden im Museum literarische Abende statt, die dem Geburtstag des Schriftstellers am 18. Juni und seinem Gedenktag am 17. Januar gewidmet sind.
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