Das Museum der Dekabristen entstand durch einen ungewöhnlichen Zufall: Das zerstörte Anwesen in der Alten Basmanstraße wurde von einem potenziellen Erben gerettet. Obwohl die Geschichte Russlands für die Vorfahren Murawjews-Apostol nicht besonders günstig verlief, betrachtet der Schweizer Geschäftsmann und russische Adelige diesen Ort als sein Familienhaus. Er hat das Anwesen mit eigenen Mitteln restauriert und darin ein Museum geschaffen. Für diese einzigartige Tat erhielt er das Recht, als erster in Moskau eine symbolische Miete zu zahlen: einen Rubel pro Quadratmeter und Jahr.
Das Anwesen ist im Stil des Moskauer Klassizismus gestaltet. Das Untergeschoss mit einer Fläche von 298 qm, gewölbten Decken und Holzböden, vermittelt die Atmosphäre des 18. Jahrhunderts und umfasst einen Vorlesungsraum. Eine imposante Treppe führt in das zweite, repräsentative Geschoss. Hier befinden sich die Diele, die Buffetküche, das Arbeitszimmer, das Schlafzimmer, zwei Wohnzimmer, der Ballsaal und eine geräumige Halle, in der Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen stattfinden. In diesen Räumen wurden Exponate des Auktionshauses Christie’s ausgestellt und Veranstaltungen der Fotobiennale durchgeführt.
Eine ständige Ausstellung gibt es im Museum bisher nicht, aber das Anwesen kann während der Ausstellungen oder nach vorheriger Anmeldung für eine Führung besucht werden.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.
Um einen Kommentar zu hinterlassen, mit Google anmelden.