Am 7. Februar 2010 wurde in Kaluga das erste Museum eröffnet, das Alexander Leonidowitsch Tszychevsky, einem herausragenden sowjetischen Biophysiker, Gründer der Aeroionisation, Helio-Biologie und Elektro-Hämatologie, sowie Dichter und Künstler, gewidmet ist.
Das Museum befindet sich in dem Haus, in dem die Familie Tszychevsky von 1913 bis 1929 lebte.
Dieses zweigeschossige Steinhaus mit Mezzanin in der Ivanovskaja Straße 10 (heute Moskovskaja 62) wurde 1913 von Alexanders Vater, L.V. Tszychevsky, gekauft. Die Familie lebte im zweiten Stock, während das Erdgeschoss an die Kirchenschule vermietet wurde.
In Kaluga begann Tszychevsky seine wissenschaftlichen Forschungen über den Einfluss von ionisierter Luft auf lebende Organismen und die Sonnen-Erde-Beziehungen. In dieser Zeit schrieb er zahlreiche Gedichte, wissenschaftliche Arbeiten und Artikel sowie den literarischen Traktat „Akademie der Poesie“ im Jahr 1918.
In Kaluga lernte Alexander K.E. Tsiolkovsky kennen, der seine Vorhaben unterstützte. Tsiolkovsky war oft im Haus der Tszychevskys zu Gast.
Lange Zeit beherbergte dieses Gebäude verschiedene Organisationen.
Im Jahr 2000 wurde der erste Raum mit der Ausstellung „Tszychevsky. Lebensseiten“ eröffnet. Nach der Übergabe des Gebäudes im Jahr 2001 an das Staatliche Museum für Geschichte der Raumfahrt benannt nach K.E. Tsiolkovsky, begann hier das Wissenschaftlich-Gedenk- und Kulturzentrum A.L. Tszychevsky zu arbeiten, das Ausstellungen, Vorträge und musikalisch-poetische Programme anbietet.
Im Jahr 2008 wurde das Gebäude umfassend renoviert und restauriert.
Im Jahr 2009 wurde an einer neuen Ausstellung gearbeitet, die von L.T. Engelhardt und A.V. Manakin sowie T.P. Poljakow und A.A. Tawrizow erstellt wurde.
Die Ausstellung des Museums erzählt von Tszychevskys Leben und wissenschaftlicher Tätigkeit, seinem künstlerischen und poetischen Schaffen, rekonstruiert die Atmosphäre seiner Gedenkzimmer und stellt die „Tszychevsky-Lampe“ und ihre modernen Versionen vor.
In der Observatorium des Museums kann man die Sonne und den Sternenhimmel mit einem Teleskop beobachten.
Die Führungen werden von der Vorführung von Dokumentar- und populärwissenschaftlichen Filmen sowie musikalischen Werken begleitet.
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