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Haus Michelson

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In der Puschkinstraße gibt es einen Innenhof, der mir besonders am Herzen liegt. In dieser Ecke verstecken sich zwei prächtige Häuser, von denen man den Blick nicht abwenden kann. Ihre Verzierungen umfassen Frauenköpfe, elegante Stuckarbeiten und Buchstaben "M", die an den Besitzer des Anwesens, Friedrich Michelson, erinnern, den die Kiewer den stillen Millionär nannten.

Friedrich Michelson kam aus einer kleinen deutschen Stadt nach Kiew und sprach nur schlecht Russisch, und es schien, als wären seine Erfolgschancen gering. Er begann mit dem Kauf und Verkauf von Grundstücken für den Bau sowie mit dem Bau von Mietskasernen, wie viele andere auch. Doch Michelson erkannte, dass es für den erfolgreichen Bau von Mietskasernen besser ist, eigene Ziegel, Glas und Beschläge zu haben, um nicht von Preisschwankungen abhängig zu sein. So eröffnete er zunächst eine Ziegelfabrik, dann eine Glasfabrik, baute aktiv und wurde im Laufe der Zeit ein sehr wohlhabender Mann. Neben Mietskasernen hatte er eigene Banken, Zeitungen und sogar Bäder. Man nannte ihn den stillen Millionär, weil er fast vierzig Jahre in der Stadtverordnetenversammlung saß, kein einziges Mal sprach und keine Bemerkungen machte, er schwieg, aber war überall präsent.

Als der junge Architekt Nikolai Dobatschewski aus Petersburg nach Kiew kam, wollten alle örtlichen Reichen, dass er für sie baut. Dobatschewski war bekannt durch seine Teilnahme am Bau des Panamakanals und erhielt goldene Manschettenknöpfe vom Kaiser für seine Arbeit in Petersburg. Alle strebten danach, ihn zu gewinnen, aber der erste, wie immer, war der stille Friedrich Michelson. Genau Dobatschewski baute diese beiden prächtigen Häuser im Anwesen Michelson in der Puschkinstraße. Häuser, die von der Straße aus nicht sichtbar sind, aber mit ihrer Schönheit verblüffen, wenn man in den Innenhof schaut.

Geo-Punkt

Дом Михельсона

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