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Haus des Bürgers I.M. Pelevin

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Die Karl-Liebknecht-Straße im Zentrum von Syzran gilt als eine der ruhigsten. Vor über hundert Jahren baute der syzraner Bürger Ivan Martinianovich Pelevin an der Kreuzung mit der Kazan-Straße, die heute den Namen Dostojewski trägt, sein Haus. Heute sind in seinen Fenstern Kunststoffrahmen installiert, und vor der Fassade steht ein Zaun aus Maschendraht. Doch beim Vorbeigehen scheint es, als tickten hinter diesen Wänden, wie vor hundert Jahren, immer noch die alten Standuhren in gemächlichem Rhythmus.

Ivan Martinianovich Pelevin war eine bemerkenswerte Figur in Syzran, was man an seinem soliden und stattlichen Haus erkennen kann. Nach dem Brand von 1906 wurden die Häuser aus Stein gebaut, und sein Haus bildete da keine Ausnahme. Es sah für seine Zeit prächtig aus: kleine Bogenfenster mit profilierten Rahmen. Die Symmetrie der Fassade wurde durch seitlich angebaute Vorbauten mit einem Eingang von der Troizkaja-Straße gestört. Das Vordach der Treppe war mit einem filigranen Gitter und zwei Laternen geschmückt. Diese Verzierungen sind bis heute erhalten geblieben, obwohl die Tür des Vorbaus anscheinend schon lange mit Ziegeln zugemauert ist. Unter dem vierseitigen Dach befand sich ein Lichtzimmer mit einem kleinen gemütlichen halbkreisförmigen Fenster.

Die Bürger, zu denen Ivan Pelevin gehörte, wurden als kleine Händler, Handwerker und Arbeiter bezeichnet, die ständig in der Stadt lebten. Im Jahr 1870 genehmigte Alexander II. die "Städtische Ordnung", die in Städten mit Selbstfinanzierung galt. Syzran hatte laut der Analyse der Beamten alle Möglichkeiten zur Selbstverwaltung und wurde einer Provinzstadt gleichgestellt. Die Bürger wurden in sechs Standesgruppen unterteilt, wobei die Bürger den letzten Platz einnahmen.

Im Jahr 1902 wurde Martinian Vasilievich Tschernuchin Stadtoberhaupt, und in die Verwaltung traten die Bürger Ivan Pelevin und Nikolai Artemyev ein. Pelevin schien seine Pflichten gut zu erfüllen, denn sieben Jahre später diente er laut Archivdokumenten immer noch in der Verwaltung.

Im Jahr 1909 waren in der Liste der Landgemeinde im sechsten Viertel die Holz- und Steinhäuser von Pelevin aufgeführt. Ihr geschätzter Wert betrug 1000 Rubel, und die Abgabe 16 Rubel 31 Kopeken. Im Jahr 1917 stiegen diese Zahlen auf 1300 und 46 Rubel. Interessanterweise ist das Haus von Pelevin in den Listen der verstaatlichten und konfiszierten Immobilien für die Jahre 1920-1922 nicht aufgeführt.

Zur gleichen Zeit war in der Liste der Mietwohnungen im zentralen Teil der Stadt in der Troizkaja-Straße die Familie Pelevin mit sechs Personen verzeichnet. Wie es Ivan Martinianovich gelang, sich mit der neuen Macht zu einigen und die Verstaatlichung seiner Wohnung zu vermeiden, bleibt unbekannt. Doch bald wurde in dem Gebäude der Kindergarten Nr. 24 untergebracht. Heute befindet sich das Haus in Privatbesitz und ist in die Liste der historischen und kulturellen Objekte der Region Samara aufgenommen.

Geo-Punkt

Дом мещанина И.М. Пелевина

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