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Haus von Marina Mniszek

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Pskow, die zweitgrößte Stadt Russlands, ist berühmt für zahlreiche alte Paläste, von denen es etwa 30 gibt. Besonders legendär ist das sogenannte "Haus von Marina Mniszek". Laut dem Ehevertrag mit dem falschen Dmitri sollte die Tochter des polnischen Woiwoden Nowgorod und Pskow zusammen mit den Bauern, Vororten und Dörfern erhalten. In ihren Besitz gingen auch die weitläufigen Residenzen auf dem Romanow-Hügel, dem lokalen Pendant zur pskower Rublyowka. Diese Paläste wurden als "Haus von Marina Mniszek" bezeichnet. Der Legende nach versteckte sie sich hier drei Tage vor Verfolgern nach dem Tod von Dmitri. Lokale Historiker haben jedoch längst bewiesen, dass die Tochter des Woiwoden von Sandomierz hier nie gewesen ist.

Laut anderen Quellen gingen die Residenzen nach der Zeit der Wirren in den Besitz der Adelsfamilie Menshikov über. Der Historiker des 19. Jahrhunderts Nikolai Okulitsch-Kasarin hinterließ eine Beschreibung des Hauses: "Das Gebäude ist aus Platten mit einem kleinen Zusatz von Ziegeln errichtet. Es hatte zwei Etagen, von denen eine unterirdisch war, und oben einen separaten Teremok." Anscheinend war das Gebäude bereits damals in einem schlechten Zustand, da der Forscher erwähnt, dass unter einem der Gewölbe früher eine Quelle mit klarem Wasser sprudelte, die "jetzt mit Müll zugeschüttet ist".

Ein neues Leben begann für das "Haus von Marina Mniszek" im Jahr 1909, als es von einem Mitglied der Pskower Archäologischen Gesellschaft, Chitrow, erworben wurde. Er führte eine umfassende Renovierung durch: legte neue Böden, stellte die steinernen Gewölbe wieder her, schmückte die Fassade mit Stuck, installierte einen Kachelofen und richtete einen Vorratsraum, ein Lager und eine separate Küche ein. Nach verschiedenen Angaben wurde das ehemalige Palais nach 1917 zu einem Wohnheim für Arbeiter.

Bis in die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts wurde das Gebäude in Ordnung gehalten, aber nach der Umsiedlung begann es schnell zu verfallen und erinnert heute an alte Ruinen mit herausgeschlagenen Fenstern. Das ist traurig, denn einst war es eine lebendige Sehenswürdigkeit mit einer erstaunlichen Legende!

Geo-Punkt

Дом Марины Мнишек

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