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Haus der Kaufleute Agapov in Susdal

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Das zweigeschossige Haus in der Tolstoi-Straße, das neben dem Museum für Holzarchitektur liegt, zieht unweigerlich die Aufmerksamkeit der Gäste von Susdal auf sich. Es wurde im 18. Jahrhundert erbaut und gehörte der Familie der Kaufleute Agapov, die das typische susdalische Kaufertum repräsentierte.

In jenen Zeiten stellten die Kaufleute einen bedeutenden Teil der Bevölkerung von Susdal dar und spielten eine wichtige Rolle im sozialen, politischen und wirtschaftlichen Leben der Stadt. Die Familie Agapov, einschließlich des Vaters und der Söhne, betrieb das Schmiedehandwerk und besaß mehrere Steingeschäfte, in denen Bücher, Stoffe, Schuhe, Tee, Kaffee und Gewürze verkauft wurden. Ivan Jakovlevich Agapov hatte eine Zeit lang ein gewähltes Amt als Stadt-Salzverkäufer inne, bekannt als Celovalniki, die versprachen, ihre Pflichten ehrlich zu erfüllen. Mitglieder der Familie Agapov wurden mehrfach in die Stadt-Duma gewählt und engagierten sich aktiv in der Wohltätigkeit, indem sie Mittel an die Stadtkirchen spendeten, wofür sie den Segen des heiligsten Synods erhielten. Sie waren recht bekannte Persönlichkeiten ihrer Zeit.

Das von Ivan Jakovlevich Agapov erbaute Haus war typisch für diese Zeit: das Erdgeschoss aus Stein, das Obergeschoss aus Holz. Im Erdgeschoss befand sich die Schmiede, in der Männer der Familie arbeiteten, und im Obergeschoss die Wohnräume. Auf dem Grundstück gab es einen großen Garten und einen Bienenstock. Im 19. Jahrhundert, als Susdal von neuen Handelswegen abgekoppelt wurde, zogen viele Kaufleute in vielversprechendere Gebiete, aber die Agapovs blieben, obwohl sie in ein anderes Haus umzogen. In der Tolstoi-Straße blieben nur Arbeiter zurück, die sich um den Garten und die Bienen kümmerten. Im Jahr 1905 wurde das Erdgeschoss des Hauses zu einer Untergrunddruckerei, und mit dem Kommen der Bolschewiken wurde hier eine Mühle eingerichtet. In den 1970er Jahren erhielt das Gebäude den Status eines historischen Denkmals und wurde dank der Bemühungen der Architektin N. Nemtsova restauriert, die ihm sein ursprüngliches Aussehen zurückgab. Seit 1982 gab es hier eine Ausstellung "Susdal und der Bezirk in den Jahren der ersten russischen Revolution 1905", die über das Leben der städtischen Intelligenz zu Beginn des 20. Jahrhunderts berichtete. Im Jahr 2010 wurde das Museum zur Restaurierung und für einen Wechsel der Ausstellung geschlossen, und 2012 wurde eine neue Ausstellung "Susdaler Kaufertum. Porträt im Interieur." eröffnet. Im Erdgeschoss sind die Werkzeuge der Schmiede und deren Produkte ausgestellt, und im Obergeschoss das Interieur der Wohnräume der Hausbesitzer. Besonderheit der Ausstellung ist die stilisierte Möbel, auf die man nicht nur schauen, sondern auch sitzen kann, um in die Atmosphäre des 18. und 19. Jahrhunderts einzutauchen.

Das Museum veranstaltet regelmäßig interaktive Veranstaltungen "susdaler Kaufertum", die besonders für Schüler interessant sind. Dies sind stilisierte Präsentationen-Gespräche, bei denen die Kinder mit der Geschichte und den Traditionen vertraut gemacht werden, Tee trinken und Eindrücke austauschen.

Der Besuch des Hauses der Kaufleute Agapov ist nicht nur eine Museumsführung. Hier kann man nicht nur sehen, sondern sich auch als Teil einer Kaufmannsfamilie des 19. Jahrhunderts fühlen.

Geo-Punkt

Дом купцов Агаповых в Суздале

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