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Haus des Kaufmanns E. M. Djakow in Balaschow

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Das Haus des Kaufmanns Jewgeni Michailowitsch Djakow ist ein Denkmal der Geschichte und Architektur zu Beginn des 20. Jahrhunderts. E.M. Djakow, Kaufmann der ersten Gilde, betrieb Handel mit Getreide und Viehzucht. Er baute sein Anwesen im Jahr 1903.

Nach 1917 wurde das Haus in kommunalen Besitz übergeben und für verschiedene Zwecke genutzt: hier waren die Tscheka, ein Kindergarten, das Sowjethaus, der Stadtkomitee sowie das Oblastkomitee des Komsomol, ein Haus der politischen Aufklärung und die Abteilung für Volksbildung untergebracht. Im Jahr 1983 wurde das Herrenhaus als Denkmal von regionaler Bedeutung anerkannt. 1995 übergab die Verwaltung von Balaschow es der Kulturabteilung, und im Februar 1996 wurde hier eine Filiale des Balaschower Heimatmuseums eröffnet. Das Haus ist in die Liste der Objekte von historisch-kulturellem Wert der Region Saratow aufgenommen.

Das Herrenhaus ist ein einstöckiges Holzgebäude mit einem Keller von 204 qm. Das Sockelgeschoss besteht aus Stein, die Wände aus Stämmen, die mit „Fischgrät“-Brettern verkleidet und mit Schnitzereien verziert sind. Die Architektur des Hauses ist eklektisch, mit vorherrschenden östlichen Motiven: arabische Ornamente an den Fensterrahmen, Muster an den Ecken der Pilaster und Regenrinnen in Form von geflügelten Drachen. Elemente der russischen Architektur sind seltener zu finden.

Im Herrenhaus gibt es elf Räume, von denen fünf Wohnräume sind. Die Dinge Djakows sind nicht erhalten geblieben, aber die Innenausstattung ist in gutem Zustand. Die Decken sind mit Gipsstuck verziert, und die Zierleisten, Eckenmuster und Rosetten für Leuchten sind erhalten geblieben. Die Decken sind mit Tapeten bedeckt, aber mit Ölfarbe überstrichen, außer im Schlafzimmer, und benötigen eine Restaurierung.

Die Wände im Wohnbereich sind mit Tapeten beklebt. In der Esszimmer, im Büro und im Flur ist der untere Teil der Wände mit Paneelen aus geprägtem Karton bedeckt, während der obere Teil mit geprägten Papier-Tapeten mit pflanzlichen Mustern versehen ist. Im Wohnzimmer, Schlafzimmer und im Festsaal wurden Stofftapeten und Gipsverzierungen verwendet. Alle Materialien sind in gutem Zustand, mit kleinen Beschädigungen. Im Büro sind die Wände mit Ölfarbe überstrichen.

Im Haus sind Kachelöfen mit glasierten keramischen Fliesen der finnischen Fabrik „Abo“ erhalten geblieben. Die Böden in den Wohnräumen sind aus Parkett, aus drei bis fünf Holzarten, mit einzigartigen Mustern in jedem Raum.

Im Haus finden Ausstellungen statt: „Russischer Klassizismus“ mit Reproduktionen von Gemälden russischer klassizistischer Künstler des 17.-18. Jahrhunderts und „Das Mehl wird gemahlen, das Werk wird getan“, gewidmet der Geschichte des Balaschower Getreidekombinats. Die Mitarbeiter des Museums führen Führungen durch das Herrenhaus und thematische Spaziergänge durch Balaschow durch.

Im Herrenhaus sind die originalen Fenster und Türen mit Beschlägen erhalten geblieben. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es im Haus Wasserleitungen, eine Toilette, ein Bad, Elektrizität und Telefon.

Jetzt befindet sich im Herrenhaus eine Filiale des Heimatmuseums, während der restliche Teil des Anwesens nicht genutzt wird. Auf dem Gelände ist ein steinernes Pferdestall in schlechtem Zustand und Fragmente einer Ziegelmauer erhalten geblieben. Eine Restaurierung ist nicht nur für das Haus, sondern für das gesamte Anwesen erforderlich.

Geo-Punkt

Дом купца Е. М. Дьякова в Балашове

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