In der Kirova-Straße sticht das Haus Nr. 49 hervor, das architektonisch als das bemerkenswerteste angesehen werden kann. Dieses prächtige Gebäude gehörte im 19. Jahrhundert dem Kaufmann Solnyschkin und wird heute als architektonisches Denkmal vom Staat geschützt.
Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts stand an dieser Stelle ein kleines zweigeschossiges Gebäude, das sich durch besondere Schönheit nicht auszeichnete. Hier lebte Kaufmann Solnyschkin mit seiner zweiten Frau. Nach seinem Tod beschloss Elisabeth Solnyschkina, das Haus vollständig umzubauen, und beauftragte den Architekten Alexei Jakowlew, bekannt durch das Projekt des Dramentheaters. Unter seiner Leitung wurde das neue Kaufmanns-Mansardhaus errichtet. In den vergangenen hundert Jahren gingen einige dekorative Elemente verloren. Zum Beispiel schmückte eine massive Metallkuppel das Gebäude, die in der Sonne hell glänzte. Auch die Inneneinrichtung des Hauses hat sich verändert. Die Räume waren so geräumig, dass Elisabeth Solnyschkina hier Bälle veranstaltete. Im Jahr 1906 fand im Haus ein Wohltätigkeitsabend zur Unterstützung eines der Kinderheime statt, und die gesammelten Mittel wurden zur Hilfe für Obdachlose verwendet.
Seit 1913 gehörte das Haus dem Sohn der Solnyschkina, Pawel, der einen Teil der Räumlichkeiten an die Garnisonsversammlung vermietete, wo Offiziere gesellschaftliche Veranstaltungen abhielten. Nach der Revolution wurde das Gebäude der dritten Schule übergeben.
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