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Haus I.S. Ostrouchow in Trubniki

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In einem kleinen Holzhaus, das nach dem Brand in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts erbaut wurde, befand sich einst das in Moskau bekannte private "Museum des persönlichen Geschmacks". Heute befindet sich hier die wissenschaftliche und ausstellungsbezogene Abteilung des Staatlichen Museums für die Geschichte der russischen Literatur namens W. I. Dal. Das Haus mit einem Mezzanin auf einem steinernen Fundament wurde 1822 für die Kollegialassessorin Elisabeth Sonzewa errichtet. Im Laufe seiner Geschichte wechselte das Herrenhaus viele Besitzer, darunter der Architekt Alexander Martynow und der Gründer des Waisenhauses Ivan Barykov. Ende des 19. Jahrhunderts gehörte das Haus der Kaufmannsfamilie Botkin. Die Museumsgeschichte des Gebäudes begann 1889, als Nadezhda Petrowna Botkina, die Tochter eines Millionärs im Teehandel, den Künstler Ilja Semjonowitsch Ostrouchow heiratete. Als Mitgift erhielt sie das Haus in der Trubnikow-Straße, das Ostrouchow in ein Heim-Museum verwandelte. In seiner Sammlung waren Werke von Lewitan, Serow, Wrubel, Repin, Matisse, Degas, Renoir und Manet sowie eine bedeutende Sammlung russischer Ikonen. Ostrouchow selbst nannte seine Sammlung "Museum des persönlichen Geschmacks".

Nach der Revolution im Jahr 1918 wurde das Museum nationalisiert, und Ostrouchow wurde sein lebenslanger Kurator. Über 11 Jahre, bis zu Ostrouchows Tod, hieß das Herrenhaus "Museum für Ikonenmalerei und Malerei benannt nach I. S. Ostrouchow" und wurde Teil der Staatlichen Tretjakow-Galerie. Doch kurz nach seinem Tod wurde das Museum geschlossen und die Sammlung zwischen großen Galerien verteilt.

Im Jahr 1979 wurde beschlossen, das Herrenhaus dem Staatlichen Museum für die Geschichte der russischen Literatur namens W. I. Dal zu übertragen. Restauratoren stellten das Gebäude in seinem ursprünglichen Zustand aus dem späten 19. Jahrhundert wieder her und bewahrten die Raumaufteilung und Dekorelemente. Von 1984 bis 1992 fand hier eine Ausstellung zur Geschichte der heimischen Literatur des 20. Jahrhunderts statt. Im Jahr 2014 erhielt das Museum einen neuen Namen, die wissenschaftliche und ausstellungsbezogene Abteilung "Haus I. S. Ostrouchow in Trubniki". Hier finden große historisch-literarische Ausstellungen, kreative Abende, musikalische Konzerte, Kinderveranstaltungen, Vorträge, Diskussionen und wissenschaftliche Konferenzen zur Literatur statt. Im Erdgeschoss des Herrenhauses befindet sich der Buchladen "Ostrouchow", der eine breite Auswahl an geisteswissenschaftlicher Literatur anbietet.

Geo-Punkt

Дом И.С. Остроухова в Трубниках

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