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Das Haus von Chovanov. Ein Ziegelwunder in Tscheljabinsk

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Das Haus in der Vasenkostraße 25 in Tscheljabinsk beeindruckt bis heute mit seiner prächtigen Architektur. Auf den ersten Blick könnte dieser Palast aus dem frühen 20. Jahrhundert einem wohlhabenden Kaufmann oder Adligen gehört haben, doch tatsächlich war sein Besitzer der einfache Reservist der russischen Armee Dorofej Filippowitsch Chovanov. Die Frage stellt sich: Wie konnte er sich ein solches Gebäude leisten? Nach dem Dienst erhielten selbst die unteren Ränge Subventionen und Vergünstigungen, die Chovanov nutzte. Außerdem betrieb er ein kleines Geschäft mit dem Verkauf von Bauholz. Dennoch musste er für den Bau seines Familienhauses einen Kredit bei der Bank aufnehmen.

Dieser Palast im eklektizistischen Stil stand auf einem Fundament aus Bruchstein, hatte geschnitzte Türen und Tore sowie einen Balkon mit drei Fenstern, die darauf hinausgingen. Dorofej Filippowitsch mischte geschickt mehrere Architekturstile, und die dekorativen Elemente ergänzten sich harmonisch. Im Inneren beeindruckte das Haus mit seinen Ausmaßen: Im Erdgeschoss gab es 12 Zimmer mit einem zentralen Saal, und im Obergeschoss weitere 14. Leider hatte Chovanov nicht die Gelegenheit, diesen Prunk zu genießen. Während der Arbeiten im Obergeschoss rutschte er aus und fiel von den Baugerüsten, wobei er schwere Lungenschäden und Brüche erlitt. Man konnte ihn nicht retten, er verstarb im Krankenhaus.

Sein Sohn vollendete das Haus, doch er hatte nicht das Geschäftsgeschick seines Vaters und führte das Geschäft schlecht. Zudem musste der Kredit zurückgezahlt werden, und bald wurde das Haus wegen Schulden abgegeben. Im Jahr 1916 erwarb die Genossenschaft "Laptew und Manaew" die Immobilie mit dem Ziel, sie der Stadt zu schenken, um ein Waisenhaus für die Soldaten zu errichten, die an den Fronten des Ersten Weltkriegs gefallen waren. Doch die Behörden konnten die Umgestaltung des Hauses aufgrund der beginnenden Revolution nicht abschließen. Später ging das Gebäude in die Hände der OGPU, dann des NKWD, und heute befindet sich dort die tscheljabinsker FSB.

Geo-Punkt

Дом Хованова. Кирпичное чудо Челябинска

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