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Haus des Porzellans

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Im Jahr 1893 erwarb Matwei Sidorowitsch Kusnezow, bekannt als der "König" des russischen Porzellans und Steinguts, ein Eckgrundstück in der Myasnitskaya-Straße. 1898 begann nach dem Entwurf des Architekten F.O. Schechtel der Bau eines neuen Gebäudes für das Büro und den Laden der "Gesellschaft zur Herstellung von Porzellan- und Steingutwaren M.S. Kusnezow". In dieser Zeit wurde die "Gesellschaft" zum größten Hersteller von Porzellan in Europa und benötigte ein repräsentatives Gebäude. Die Fassade des Gebäudes war mit Masken des geflügelten Gottes Merkur, dem Schutzpatron des Handels, geschmückt. Im Erdgeschoss befand sich der Laden, während im zweiten Stock die Büros und die Verwaltung der "Gesellschaft" untergebracht waren.

Das Gebäude erhielt eine abgeschrägte Ecke nicht zufällig. An dieser Stelle stand zuvor ein zweigeschossiges Haus mit Nebengebäuden, das dem Fürsten P.I. Tjufjakin gehörte. Durch die Stadtplanung Moskaus in den 1790er Jahren verlor das Haus seine Ecke, und ein Teil des Landes wurde zur Straße. Später wechselte das Anwesen mehrfach den Besitzer.

Im Jahr 1813 befand sich hier der "Englische Klub", und bis 1825 ein weibliches adeliges Pensionat. 1830 bemerkte der Professor der Moskauer Universität M.P. Pogodin hier eine Einweihungsfeier. Während der vier Jahre, in denen der Schriftsteller und Historiker das Haus besaß, waren solche bekannten Persönlichkeiten wie A.S. Puschkin, N.V. Gogol, M.S. Schepkin und S.T. Aksakov seine Gäste.

Im Jahr 1893 wurde das Haus an V.I. Firsanova-Gonetskaya verkauft, die zukünftige Besitzerin der "Sandunov-Bäder" und des "Petrowski-Passagen", Matwei Sidorowitsch Kusnezow.

Im Jahr 1907 wurden die Säle des "Hauses des Porzellans" zum Ort einer Ausstellung von Gemälden K.E. Makowskis und der Künstlervereinigung "Blaue Rose".

Im Jahr 1913 wurde das Gebäude nach dem Entwurf des Architekten F.A. Ganeshin um ein drittes Stockwerk aufgestockt. Nach der Revolution beherbergte es das Allrussische Syndikat der Silikatindustrie und den "Vereinigten Klub des III. Internationalen".

In den 1930er Jahren wurde das Haus um ein weiteres Stockwerk erhöht. Nach dem Krieg wurde das Gebäude erneut zu einem Geschirrgeschäft, und heute wird im Erdgeschoss, wie zu Zeiten von M.S. Kusnezow, Porzellan und Steingut verkauft.

Geo-Punkt

Дом фарфора

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