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Haus von F.I. Groschkowski in Kursk

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In Kursk, an der südöstlichen Ecke der Straßen Lenin und Mojaewskaja, befindet sich das Gebäude des Garnisonshospitals. Bis 1902 stand hier das Haus des Gutsbesitzers Tschurilow, das später als das Haus des Adligen F. I. Groschkowski bekannt wurde.

Das Haus Tschurilows war bekannt dafür, dass auf einer seiner Etagen der Fürst N. I. Kudashov lebte, ein Schüler des Chemieprofessors A. P. Borodin. Der Fürst respektierte seinen Mentor sehr und lud ihn ein, sich in Kursk zu erholen, sowie in seinem Anwesen im Dorf Aljabjewo am Ufer des Flusses Sejm. Doch der Professor kam nicht zur Erholung, sondern um an der Oper „Fürst Igor“ zu arbeiten, da Alexander Porfirjewitsch Borodin nicht nur Chemiker, sondern auch Komponist war. In Petersburg war es schwierig, die Natur der Steppen zu spüren, und für Borodin war es wichtig, sie mit eigenen Augen zu sehen, denn genau dort spielte die Handlung seiner zukünftigen Oper. Außerdem wollte er seine kranke Frau Jekaterina Sergejewna behandeln, für die das Wetter in Kursk günstig erschien. So fand sich Borodin in Kursk wieder, wo er mehrere musikalische Werke schrieb, einschließlich Auszüge aus der Oper „Fürst Igor“. Zu Ehren seines Aufenthalts wurde an dem Haus Groschkowskis eine Gedenktafel angebracht, die von dem bekannten kursker Bildhauer N. P. Krivolapow geschaffen wurde.

Der Komponist kam 1869 zu Kudashov, als der regelmäßige Eisenbahnverkehr zwischen Kursk und Moskau begann, und verbrachte den ganzen Sommer entweder im Anwesen des Fürsten in Aljabjewo, zwanzig Kilometer von Kursk entfernt, oder in der Stadt selbst.

Nach der Oktoberrevolution war in dem Gebäude für kurze Zeit der Verband der Angestellten staatlicher und öffentlicher Institutionen untergebracht, es gab ein Café, und zu Beginn der zwanziger Jahre befand sich hier das Kino E.P.O. Nach der Revolution änderte sich die Fassade des Gebäudes: die bunten Schilder der Geschäfte verschwanden. Zuerst gab es ein Café, dann ersetzte das Kino E.P.O. das Café-Restaurant „Ampir“ und die Billardräume, später wurde das Café-Restaurant „Ampir“ mit einem Orchester von Domristen wieder eröffnet. In der Hochphase der NEP befanden sich hier das Restaurant „Renaissance“ und ein Casino, und abends gab es ein Kabarett. 1927 wurde das Kino erneut eröffnet, dessen Einnahmen dem Kampf gegen die Obdachlosigkeit von Kindern zugutekamen, und es wurden regelmäßig Filmvorführungen für Waisenkinder veranstaltet. In den dreißiger Jahren war hier der Stab der 55. Schützendivision untergebracht. In den Nachkriegsjahren verlor das Gebäude seine schönen Metallbalkone und einen Teil der Stuckverzierungen.

Im Herbst 1941 war in diesem Gebäude der Stab zur Bildung von Jagdbataillonen zur Bekämpfung von faschistischen Saboteuren und Agenten untergebracht. Anlässlich des 40. Jahrestages des Sieges über Deutschland wurde an der Fassade eine Gedenktafel mit dem Text angebracht: „In diesem Gebäude befand sich im Oktober-November 1941 der Stab der Jagdbataillone der U.N.K.V.D. der Region Kursk im Kampf gegen die deutsch-faschistischen Besatzer“.

Nach der Befreiung Kursks von den Besatzern sah das Gebäude traurig aus: verrußte Wände, zerbrochene Türen und Fenster, Schießscharten anstelle von Fensterscheiben. Nach der Renovierung Anfang 1943 wurde hier das 3296. Evakuierungshospital mit 700 Betten untergebracht, das aus Karabulak kam. Seitdem wird das Gebäude als Militärhospital genutzt, in dem viele Jahre lang die Verteidiger der Heimat behandelt wurden.

Geo-Punkt

Дом Ф.И. Грошковского в Курске

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