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Haus des Palastamtes

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Das Haus an der Ecke der Denegny- und der Bolshoy-Lyovshinsky-Gassen, das Ende des 18. Jahrhunderts erbaut wurde, gehörte Oberst A.F. Ladyzhensky. Dieses Gebäude ist ein interessantes Beispiel für einen Eckbau mit langen Fassaden, die an die rote Linie beider Gassen grenzen, und bewahrt dekorative Elemente, die für den Klassizismus zu Beginn des 19. Jahrhunderts charakteristisch sind.

Im Jahr 1835 ging das Eigentum an die Moskauer Palastverwaltung über und wurde in Wohnungen für ihre Angestellten umgebaut. Zu den ersten Bewohnern gehörte Yevgraf Dmitrievich Tyurin, der Architekt der Kreml-Expedition und zukünftige Direktor der Zeichnungsabteilung der Moskauer Palastverwaltung. Tyurin war an der Wiederherstellung des Arsenals im Kreml, dem Umbau des Alexandrinski-Palastes und des Pashkov-Hauses beteiligt und baute die Kirche der Heiligen Tatiana an der Moskauer Universität sowie die Epiphaniuskirche in Jelokhovo. Seine Wohnung in der Denegny-Gasse war bekannt wegen der Sammlung von Gemälden, die er sein Leben lang zusammengetragen hatte. In seiner Sammlung befanden sich etwa 400 Werke russischer und westeuropäischer Künstler, darunter Arbeiten von Rubens, Van Dyck und Velázquez. Tyurin war einer der ersten privaten Sammler, der seine Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich machte, indem er sie sonntags für Besuche öffnete. Er träumte davon, auf der Grundlage seiner Sammlung ein öffentlich zugängliches Moskauer Kunstmuseum zu schaffen, erhielt jedoch keine Unterstützung von den Behörden. Nach seinem Tod wurde die Sammlung verkauft.

In diesem Haus lebten auch andere bekannte Angestellte der Moskauer Palastverwaltung, wie der Historiker und Archäologe Ivan Egorovich Zabelin, der 20 Jahre lang Archivarius der Palastverwaltung war, und der Historiker Sergey Mikhailovich Solovyov, der 1870 hierher zog, als er Direktor der Kaiserlichen Waffenkammer im Kreml wurde. Solovyov lebte bis zu seinem Tod im Jahr 1879 hier und empfing bekannte Zeitgenossen wie den Dichter A.A. Fet, den Historiker N.I. Kareev und den Philosophen L.M. Lopatin. Das Haus ist als Kulturdenkmal anerkannt.

Geo-Punkt

Дом Дворцового ведомства

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