Im 16. Jahrhundert befand sich an dieser Stelle das Gut der Wolynski. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts ging es an die kasimowschen Zarewitschen, deren Geschlecht um 1728 erlosch. Danach gelangte das Anwesen mit den steinernen Palästen an Fürst A.G. Dolgoruki, den Vater der nicht zustande gekommenen Braut von Peter II. Anna Ioannowna verbannte ihn mit seiner Familie nach Beresow.
Die Saltykovs wurden fast hundert Jahre lang die neuen Besitzer und bauten Mitte des 18. Jahrhunderts hier ein Haus, das bis heute mit kleinen Veränderungen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts erhalten geblieben ist.
Im Jahr 1831 erwarb Alexander Dmitrijewitsch Tschertkow das Haus mit den Nebengebäuden und dem Garten. Dank ihm wurde dieser Ort in ganz aufgeklärten Russland bekannt. Tschertkow sammelte hier eine einzigartige Bibliothek, die zu dieser Zeit die größte zur russischen Geschichte war. Er sammelte nicht nur Bücher, sondern auch Münzen, Manuskripte, Urkunden, Karten, Porträts, alles, was mit der Geschichte Russlands zu tun hatte. In diesen Mauern arbeiteten Puschkin, Pogodin, Schukowski, Gogol, L. Tolstoi und andere, die Freunde von Tschertkow waren.
Sein Werk setzte sein Sohn Grigori Tschertkow fort. Im Jahr 1863 wurde in einem speziellen feuerfesten Anbau von der Seite der Furkasowskij-Gasse die erste kostenlose private Bibliothek in Russland, die „Moskauer Stadtbibliothek Tschertkow“, eröffnet.
Im Jahr 1871 übergab G. Tschertkow die Bibliothek an Moskau und verkaufte das Haus an N.A. Gagarina. Ab 1880 wurde K.N. Obidina die Eigentümerin.
In den 1890er Jahren tagte in den Sälen des Herrenhauses die Moskauer Architektengesellschaft. Danach wurde hier der Literarisch-Künstlerische Klub und der Literarisch-Künstlerische Zirkel untergebracht, die von den Gründern des Moskauer Kunsttheaters besucht wurden.
Im Jahr 1914 erwarb G.A. Keppen das Herrenhaus, der plante, an dieser Stelle ein fünfstöckiges Mietshaus zu bauen, aber der Krieg verhinderte diese Pläne.
Nach der Revolution verfiel das Haus. Es wurde durch die Eröffnung des „Wirtschaftsklubs“ im Jahr 1922 gerettet, der neuen Führungskräften half, Erfahrungen von alten Spezialisten zu übernehmen. Seit 1991 ist es als Zentrales Russisches Wissenshaus bekannt.
Nach der letzten Restaurierung wurde das Haus mit einem Wappen und dem Motto „Glaube und Ehre“ geschmückt.
Derzeit finden hier festliche Veranstaltungen statt.
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