Informationen über das Gebäude
Das einstöckige Haus mit Mezzanin und zwei Flügeln gehört zu den ersten Bauten in Moskau nach dem Brand. Der architektonische Stil des Gebäudes kann als Eklektizismus charakterisiert werden. Das Haus ist mit Stuck verziert, der als Ergebnis der Mode zur Umgestaltung von Fassaden entstand, die die Stadt Mitte des 19. Jahrhunderts erfasste. Der Stuck wurde 1881 von dem Architekten K. I. Andrejew angefertigt. Nach der Rekonstruktion ließ sich die Kaufmannsfamilie Gandurins im Haus nieder, die als nicht gekrönte Könige der Baumwolle bekannt waren. Anton, Sergej und Alexej Gandurin gründeten in den 1880er Jahren die Genossenschaft „Anton Michailowitsch Gandurin mit Brüdern“, die mehrere Produktionsstätten in der Provinz Iwano-Vozenesensk vereinte.
Die Genossenschaft stellte einzigartige Stoffe her, die nicht nur in Russland, sondern auch darüber hinaus beliebt waren. Der Handelsvertreter Bocharow schrieb 1893 von der Ausstellung in Chicago an Anton Michailowitsch Gandurin: „Ihre Exponate zu Baumwollstoffen ziehen die größte Aufmerksamkeit des Publikums auf der Kolumbianischen Ausstellung auf sich. Wenn ich die Waren aus Ihrem Schaufenster verkaufen könnte, wäre es längst leer! Das Publikum geht an den französischen Schaufenstern mit Seiden- und Wollstoffen vorbei. Wer hätte gedacht, dass Ihre Muster, die für den zentralasiatischen Markt geschaffen wurden, hier einen solchen Eindruck hinterlassen würden.“
Die älteren Brüder Anton und Sergej waren nur sporadisch in Moskau, während der jüngere Alexej bis zur Revolution in der Starokonyushenny-Gasse lebte und die Interessen der Firma in der Hauptstadt vertrat.
Nach der Revolution wurden in dem Hauptgebäude und den Flügeln des ehemaligen Anwesens Wohngemeinschaften eingerichtet, in denen hauptsächlich Künstler des Bolschoi-Theaters lebten, wie Zinaida Leontjewna Afanasjewa, Pawel Iwanowitsch Rumiantsev und Minai Germanowitsch Feltenstein.
Heute befindet sich ein Teil des Gebäudes im Restaurant „New-Vasyuki“, das daran erinnert, dass das Haus in der Starokonyushenny-Gasse 2 im Jahr 1971 im Film von L. Gaidai „Die 12 Stühle“ die Rolle eines Studentenwohnheims für Chemiker namens Mönch Berthold Schwarz spielte.
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