Das kleine Herrenhaus in der Prospekt Mira, Haus 22, zeichnet sich durch seine auffällige und ungewöhnliche Architektur aus. Dieses Gebäude, das 1901 nach den Entwürfen des Architekten Anatoli Ottowitsch Gunst erbaut wurde, gehörte den Kaufmannsfamilien Pravotow und Sarkisow. Alexei Stepanowitsch Sarkisow beauftragte den Bau des neuen Hauses, doch kurz nach dessen Fertigstellung erwarb es ein anderer Moskauer Kaufmann, A.P. Bogdanow, nach dem das Herrenhaus benannt wurde.
Anatoli Gunst, ein anerkannter Meister des Moskauer Jugendstils, schuf dieses Herrenhaus im Stil des "Neugriechischen". Das Gebäude ist mit eleganten Vasen am Gesims, Säulen mit Greifen am Haupteingang und einem quadratischen Erker im Erdgeschoss geschmückt, was es zu einem einzigartigen Beispiel der Moskauer Architektur zu Beginn des 20. Jahrhunderts macht.
Gunst war in Moskau nicht nur für seine architektonischen Projekte bekannt. 1890 gründete er die "Schule für schöne Künste", an der Meister wie I. Lewitan und F. Schechtel unterrichteten. Außerdem gründete er die "Liga der Liebhaber der Bühnenkunst", die später zum Theater von E. Wachtangow wurde.
Das Herrenhaus in der 1. Meschtschanskaja Straße gehörte zuvor dem Chemiker W.E. Repman und dann dem Bauern J.A. Gankin, der es bis zur Oktoberrevolution besaß.
Derzeit befindet sich in dem Gebäude das Institut für Sicherheitsprobleme der GUS-Staaten.
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