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Mikhail Osipovich Dolivo-Dobrovolsky

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Mikhail Osipovich Dolivo-Dobrovolsky war einer der ersten Erfinder im Bereich der Elektrotechnik, der eine Methode zur Übertragung von Elektrizität über große Entfernungen entwickelte.

Dieser talentierte Ingenieur wurde 1861 in einer kinderreichen Adelsfamilie geboren. Schon in seiner Kindheit zeigte er Interesse an Wissenschaft und trat in das Polytechnikum Riga ein. Aufgrund seiner Verbindungen zu einem revolutionären Untergrundkreis wurde er jedoch ausgeschlossen. Trotz dieser Rückschläge setzte Dolivo-Dobrovolsky sein Studium der Physik fort und wurde erfolgreich an der Technischen Hochschule Darmstadt aufgenommen.

In Deutschland führte er eine Reihe komplexer wissenschaftlicher Forschungen durch und wurde Leiter des elektrotechnischen Labors. Bald wurde er von der Firma AEG, die auf die Herstellung von Elektrogeräten spezialisiert war, bemerkt.

Während seiner Arbeit bei AEG entwickelte er das System des Dreiphasenstroms und den Asynchronmotor für Wechselstrom. Diese Entwicklungen wurden erstmals auf der Internationalen Ausstellung 1891 in Frankfurt am Main präsentiert.

Die Teilnehmer der Ausstellung waren damals von der Übertragung von Elektrizität über 170 km von Frankfurt am Main nach Laufen beeindruckt. 1000 gleichzeitig eingeschaltete Lampen hinterließen einen enormen Eindruck beim Publikum. Am nächsten Tag erregte die Arbeit des Asynchronmotors, der einen 10 Meter hohen künstlichen Wasserfall antrieb, nicht weniger Interesse.

Einige zweifelten an der Sicherheit solcher Systeme, obwohl Dolivo-Dobrovolsky deren Zuverlässigkeit versicherte. Er führte ein Experiment durch: Als die Leitung zum ersten Mal unter Spannung gesetzt wurde, wurde absichtlich einer der Drähte durchtrennt. Sein freiliegender Teil fiel mit einem hellen Blitz auf die Straße, aber Mikhail Osipovich, überzeugt von der Zuverlässigkeit des Schutzes, hob den Draht mit bloßen Händen auf. Danach verschwanden alle Zweifel an der Sicherheit der Erfindung, und der russische Wissenschaftler wurde weltweit bekannt.

Mikhail Osipovich verstarb 1919 in Heidelberg.

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