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Mietshaus von W. I. Firsanova

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Oft wird das Haus Nr. 14 in der Neglinnaya-Straße fälschlicherweise als Sandunov-Bäder bezeichnet, und eine solche Beschriftung findet sich sogar auf vorrevolutionären Postkarten. Doch das ist falsch. In der vorrevolutionären Zeit war W.I. Firsanova sowohl die Eigentümerin des Mietshauses als auch der Bäder. Beide Gebäude wurden in der Mitte der 1890er Jahre nach den Entwürfen der Architekten B.V. Freidenberg und S.M. Kalugin erbaut. Im Innenhof des Mietshauses befand sich vor der Revolution ein Badebereich. Aber die berühmten "Sanduny" befinden sich hinter diesem Gebäude, in der zweiten Reihe der Häuser.

Das Haus, das mit seiner Fassade zur Neglinnaya-Straße zeigt und zwischen dem Sandunovsky und dem Zvonnarsky-Gässchen liegt, wurde ursprünglich als Mietshaus mit Wohnwohnungen und Geschäftsräumen erbaut. Manchmal wurde es als "Sandunov-Passage" bezeichnet.

Die Fassaden des Gebäudes sind reich mit Stuck verziert: Masken in Form von Löwenköpfen, Köpfe von Tritonen, Figuren einer Meeresnymphe mit einer Lyra und eines Jungen auf Seepferdchen. Auf der Kuppel sind Figuren von Tritonen angebracht, und auf dem Dach befinden sich Skulpturen von badenden Jungen. Ein dreite archiger Eingang mit einem schönen Gittertor führt in den Innenhof, der im "maurischen" Stil mit zahlreichen Skulpturen und einer verlorenen Brunnenkomposition gestaltet ist. Diese reiche Dekoration der Fassaden diente als architektonische Werbung und lud in die Welt des Bade-Königreichs ein.

Über dem Torbogen unter der Uhr sind die römischen Ziffern "MDCCCXCV" zu sehen, die auf das Baujahr 1895 hinweisen.

Vor der Revolution wurden die oberen Etagen des Gebäudes von luxuriösen Wohnungen zur Miete bewohnt, in einer von ihnen lebte die Hausherrin. In den Seitenflügeln, die zu den Gassen führen, gab es ebenfalls Wohnräume. Im Jahr 1902 mietete A.P. Tschechow mit seiner Frau O.L. Knipper-Tschechowa eine Fünf-Zimmer-Wohnung im Erdgeschoss. Zu ihren Gästen gehörten A.M. Gorki, K.S. Stanislawski, W.I. Nemirovich-Danchenko, W.F. Komissarzhevskaya, I.A. Bunin, V.A. Gilyarovsky und Künstler des Künstlertheaters.

Im Erdgeschoss zur Seite der Neglinnaya-Straße wurde kurz nach dem Bau des Hauses ein Notenladen von P.I. Jurgenson eingerichtet, der hier über ein Jahrhundert bis in die 2000er Jahre ansässig war. Heute befinden sich in dem Gebäude verschiedene Organisationen, Restaurants und Geschäfte.

Das Mietshaus von Firsanova steht unter staatlichem Schutz als Objekt des kulturellen Erbes von regionaler Bedeutung.

Geo-Punkt

Доходный дом В. И. Фирсановой

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