Das vierstöckige Einkommenshaus mit zwei Kuppeln und einem Säulenportikus, der bis in das dritte und vierte Stockwerk reicht, wurde 1904 von dem Architekten S.B. Zaleski im Stil der klassizistischen Öklekik erbaut, den er besonders schätzte. Im Gebäude sind Elemente des alten zweigeschossigen Herrenhauses zu erkennen, das in das neue Bauwerk integriert wurde. Dieses klassische Empire-Herrenhaus wurde 1824 errichtet, als die Ländereien des alten Apothekergartens von Iwan dem Schrecklichen, die im 18. Jahrhundert dem Kreml gehörten, an Privatpersonen verkauft wurden. Es wurde von dem Garde-Rittmeister Alexander Stepanowitsch Talizin, dem Urenkel des Feldmarschalls Stepan Fjodorowitsch Apraxin, dem Helden des Siebenjährigen Krieges, und dem Enkel des Kapitäns Alexander Fjodorowitsch Talizin, der am Tag des Umsturzes 1762 seine Semjonowsche Uniform der Kaiserin Katharina lieh, erbaut. Alexander Stepanowitsch war mit der Enkelin von A.V. Suworow, Gräfin Olga Nikolajewna Zubowa, verheiratet.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ging das Eigentum an den Kaufmann Sergej Andrejewitsch Egorov über, der hier ein Einkommenshaus errichtete. Der zentrale Teil des Gebäudes, wie im Empire-Herrenhaus, wird durch einen acht Säulen umfassenden Portikus mit dreiviertel Säulen der kompositen Ordnung hervorgehoben. Wie das Herrenhaus Talizins hat das neue Gebäude eine dreiteilige Fassadenkomposition. Die Dreiteiligkeit und Symmetrie der Gesamtkomposition werden durch das massive Attik in der Mitte und zwei barocke Kuppeln an den Seiten über den Dachfenstern betont. Das Gebäude ist in allen Details angenehm zu betrachten, wie es bei Zaleski immer der Fall ist. Die filigranen Balkone kommen gut vor dem rustizierten Wandfinish und der schönen Stuckverzierung zur Geltung. Die rhythmische Anordnung der Balkone unterschiedlicher Größen zieht die Aufmerksamkeit auf sich.
In der Sowjetzeit wurde das Haus, das in der Nähe des Kremls liegt, von neuen Bewohnern bewohnt. Von 1918 bis 1920 lebten hier die Freundin von W.I. Lenin, Inessa Armand, und die Schwester Anna Ilinitschna Elizarowa-Uljanova sowie andere prominente Persönlichkeiten der VKP(b). Das Haus blieb bis in die 1990er Jahre bewohnt. Hier lebte unter anderem der Künstler Jurij Bogatirev.
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